NRW geht gegen Einbrecher vor

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Ein Polizist zeigt, wie einfach es ist, ein normales Fenster aufzubrechen.

KREFELD - Mit einem neuen Aktionsprogramm „Riegel vor! Sicher ist sicherer!“ will Nordrhein-Westfalen verstärkt gegen Wohnungseinbrüche vorgehen. „Jeder kann seine eigenen vier Wände noch besser schützen und noch aufmerksamer sein“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) gestern in Krefeld zum Projektstart.

Als „besorgniserregend“ bezeichnete Jäger die landesweit steigende Zahl die Wohnungseinbrüche seit 2008 um jährlich acht Prozent. 2010 wurden in NRW 45 000 Einbrüche registriert. Die Aufklärungsquote lag bei rund zwölf Prozent. „Darauf können wir nicht stolz sein“, sagte der Minister.

Damit die Zahl der Einbrüche sinke, sei die Polizei vor allem auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. „Wir wollen, dass die Menschen keine Scheu haben, über die Polizeinummer 110 Hinweise zu geben, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt. Lieber ein Anruf zu viel als zu wenig“, sagte Jäger. Wichtig sei außerdem, die eigenen vier Wände zu sichern. „Je sicherer die Riegel vor Türen und Fenstern sind, desto unattraktiver wird eine Wohnung für Einbrecher“, machte Jäger deutlich. Die Polizei berate Wohnungsinhaber gerne kostenlos vor Ort darüber, wie sie ihr Zuhause sichern können.

Um die Aufklärungsquote bei Einbrüchen zu erhöhen, haben Polizei und Landeskriminalamt (LKA) Konzepte entwickelt, die auf die jeweils örtlichen Begebenheiten maßgeschneidert sind. So soll etwa die Abstimmung mit den Nachbarbehörden enger werden. Zudem stellt das LKA zukünftig ein Lagebild zur Verfügung, mit dem die Einbruchsentwicklung tagesaktuell verfolgt werden kann. Damit können die einzelnen Polizeibehörden Tendenzen bei Wohnungseinbrüchen frühzeitig erkennen und gegensteuern. - dpa

Quelle: wa.de

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