Gefahrstoffe und Chemikalien geladen

Gefahrgut-Lkw kracht in Leitplanke: A45 sechs Stunden lang gesperrt

Quer zur Fahrbahn blieb der Sattelzug stehen nachdem er rund 130 Meter Schutzplanken beschädigt hatte.

Siegen - Die A45 war am frühen Donnerstagmorgen zwischen Wilnsdorf und Siegen-Eisern nach einem Verkehrsunfall mit einem 40-Tonnen-Sattelzug sechs Stunden lang gesperrt.  Das Fahrzeug hatte  neben Stückgut auch Gefahrstoffe geladen und dies auch am Auflieger sowie am Motorwagen mit Warnschildern kenntlich gemacht war. 

Gegen 2.50 Uhr wurde die Kreisleitstelle informiert, dass ein 40-Tonner in Höhe der Ausfahrt Siegen-Eisern verunglückt sei und quer über alle Fahrspuren stehe. Die Sattelzugmaschine hatte sich in die Mittelschutzplanke gebohrt. Aufgrund der Unfalllage und auch weil der Lastzug Gefahrgut geladen hatte, löste die Kreisleitstelle ABC-Alarm-3 für die Feuerwehren aus Wilnsdorf aus. 

Der 58-jährige Sattelzugfahrer war aus unerklärlichen Gründen nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in den Graben gefahren. Noch bevor der Lkw umkippte, konnte der Trucker sein Fahrzeug wieder zurück auf die Fahrbahn bringen. Hierbei hatte er rund 130 Meter Schutzplanken niedergewalzt und war dann quer zur Fahrbahn zum Stehen gekommen. 

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr hatte die Polizei den übrigen Fahrzeugverkehr über die Ausfahrt abgeleitet und die Feuerwehr Wilnsdorf sperrte die Autobahn ab Wilnsdorf in Fahrtrichtung Siegen. Die eigentliche Unfallstelle wurde weiträumig abgesperrt. 

Ladung durcheinandergeschüttelt

Feuerwehrmänner mit Schutzanzügen näherten sich dem Laster und öffneten die Heckklappe die verplombt war. Im Inneren des Aufliegers konnten sie zahlreich verschiedene Gefahrstoffe und Chemikalien finden, dessen gesamte Ladung durch den Unfall durcheinander geschüttelt war, aber die Behältnisse des Gefahrgutes waren nicht beschädigt. 

Da ein Teil der Leitplanke sich in den Motor des Brummis gebohrt hatte, war Motoröl in den Mittelschutzstreifen gelaufen. Hier war nun die untere Wasserbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein gefragt und lies den Bereich ausbaggern. Mit schweren Bergungsgerät wurde anschließend der Laster geborgen. 

Der Sachschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen im hohen fünfstelligen Bereich belaufen. Durch den Unfall und der Vollsperrung in Fahrtrichtung Dortmund staute sich der Verkehr auf einer Länge von zehn Kilometern.

Quelle: wa.de

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