Ganztagsschulen: NRW steht im Bundesvergleich gut da

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GÜTERSLOH - Der Ausbau der Ganztagsschulen kommt einer Studie zufolge in Nordrhein-Westfalen langsam aber stetig voran. Mittlerweile liege das Land mit einem Anteil von 36,3 Prozent Ganztagsschülern klar über dem Bundesdurchschnitt (32,3 Prozent), heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Ausgehend von einer Umfrage von 2012, wonach sich 70 Prozent der Eltern einen Ganztagsplatz für ihr Kind wünschen, habe NRW aber noch einen langen Weg vor sich, hat der Bildungsforscher errechnet. Im jetzigen Tempo hätten 2020 trotz sinkender Schülerzahlen nur etwa 55 Prozent der Erst- bis Zehntklässler einen Platz im Ganztag.

Auch die Struktur des Ganztags in NRW sei besser als im Bundesdurchschnitt, heißt es in der Studie. Denn im bevölkerungsreichsten Bundesland sind 22,4 Prozent der Schüler in einem gebundenen Ganztag, also in einem verbindlichen Tagesablauf auch über die Mittagspause hinaus. Im Bundesdurchschnitt sind es nur 14,4 Prozent. Forscher halten den gebundenen Ganztag für besonders geeignet, soziales und kognitives Lernen zu fördern.

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) äußerte sich positiv über das Ergebnis der Studie. "NRW steht beim Ganztagsausbau im bundesweiten Vergleich erfreulich gut dar. Jedes dritte Grundschulkind nutzt ein Ganztagsangebot", sagte Löhrmann laut Pressemitteilung. In der Regel seien alle neuen Sekundar- und Gesamtschulen Ganztagsschulen. Löhrmann fordert ein gemeinsames Ausbauprogramm des Bundes, um Länder und Kommunen bei der wichtigen Aufgabe Ganztag zu unterstützen. - dpa

Quelle: wa.de

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