Regeln für Salons und Kunden

Friseure in NRW wieder geöffnet: Strenge Auflagen für den Besuch

Die Friseure in NRW haben wieder geöffnet - wegen des Coronavirus aber mit strengen Regeln. Das Land NRW hat Auflagen festgelegt, die ab dem 11. Mai auch für Kosmetik- und Massagestudios gelten.

  • Friseure in NRW haben nach langer Zwangspause wegen des Coronavirus wieder geöffnet.
  • Es gelten für den Besuch beim Friseur aber strenge Auflagen. Das Land NRW hat Regelungen festgelegt.
  • Auch Kosmetik- und Massagestudios dürfen mit Infektionsschutzkonzept wieder öffnen.

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Update vom 11. Mai, 10.34: Seit einer Woche sind die Friseur-Salons wieder geöffnet, ab dem 11. Mai ziehen auch weitere "körpernahe Dienstleistungen" wie Kosmetik- und Massagestudios in NRW nach. 

Unter welchen Voraussetzungen dies geschieht, regelt aber jede Kommune für sich. Sicher ist: Für "körpernahe Dienstleistungen" wie Massagestudios, Kosmetik- und Tattoo-Studios müssen Infektionsschutzkonzepte erarbeitet werden.

So muss laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW bei Fußpflege, Kosmetik, Nagelstudios, Maniküre und Massage wie beim Friseurbesuch auf eine "möglichst kontaktarme Erbringung" geachtet werden. Tätowieren ist in NRW noch bis auf weiteres unzulässig. 

Friseure in NRW öffnen wieder: Mundschutz ist Pflicht

Update vom 4. Mai, 9.46 Uhr: Vom 4. Mai an dürfen Friseur-Salons nach mehrwöchiger Zwangspause in der Coronavirus-Krise wieder öffnen. Damit sich dort möglichst niemand mit dem Virus ansteckt, gelten aber einige Vorgaben. Einen Kaffee trinken, während man die Haare trocknen lässt? Das gehört erst einmal der Vergangenheit an. Der Friseurbesuch wird nicht mehr so sein wie gewohnt.

Muss ich einen Mundschutz im Friseursalon tragen?

Ja. Beim Bedienen müssen sowohl Friseure als auch Kunden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Man kann einen eigenen mitbringen, die Salons werden aber wohl auch einen bereitstellen. Probleme beim Schneiden sollte es da nicht geben, sagt Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Gegebenenfalls nimmt man die Schlaufen kurzzeitig vom Ohr. Damit der Mundschutz dann nicht abfällt, könnte ihn der Kunde in dieser Zeit festhalten.

Wie wirken sich die neuen Vorgaben auf die Preise aus?

Kunden müssen bei einem Besuch beim Friseur in Zukunft wohl mehr bezahlen. Der Grund dafür ist zum einen der zeitliche Mehraufwand durch den neuen Schutzstandard. Zum anderen müssen Friseur-Salons mehr Geld für Schutzausrüstung wie etwa Einmalhandschuhe, Masken und Desinfektionsmittel ausgeben. All das führt nach Angaben des Zentralverbands zu einem moderaten Anstieg der Preise.

Wie teurer ein Haarschnitt künftig wird, lässt sich allerdings nicht genau beziffern. Den Preis legt jeder Salon selber fest. Die Landesinnungsmeisterin von Thüringen, Sybille Hain, rechnet entweder mit einer Pauschale von einigen Euro oder einem bestimmten Prozentsatz auf den Preis. "Das deckt die Zusatzkosten. Es ist nicht so, dass wir daran verdienen."

Werden weiterhin alle Dienstleistungen angeboten?

Nein. Kunden werden einige Abstriche machen müssen. "Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht ausgeführt werden", heißt es dazu in dem Schutzstandard. Das trifft etwa die auf Bärte spezialisierten Barber besonders. Sie können in Zukunft nur Herren-Haarschnitte anbieten.

Haare waschen wird mit dem Standard für alle Kunden Pflicht. So sollen mögliche Viren in den Haaren abgetötet werden. Dazu reicht es nicht, sich vor dem Friseurbesuch die Haare selbst zu waschen. Auf dem Weg zum Salon könnte man nämlich erneut mit dem Virus in Kontakt kommen.

Ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee wird es außerdem vorübergehend beim Friseur nicht geben. Eine Zeitschrift beim Haare schneiden oder Föhnen zu lesen, ist hingegen erlaubt - sie kann "unter Hygieneauflagen zur Verfügung" gestellt werden. Die Maßnahmen sollen das Infektionsrisiko in den Salons verringern.

Kann man jetzt nur noch mit einem Termin zum Friseur?

Theoretisch sind sogenannte Walk-in-Friseure, also solche ohne Terminvergabe, weiterhin erlaubt. Der Zentralverband empfiehlt dennoch, Termine auszumachen. Wegen der erwartbar hohen Nachfrage nach der Wiedereröffnung dürfte es schwer werden, ohne Ankündigung einen Haarschnitt zu bekommen. Der Schutzstandard verbietet zudem Wartebereiche in den Salons. Im Zweifel müssten Kunden also vor dem Friseur-Salon auf einen freien Platz warten.

Was ist, wenn ein Kunde oder Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wird?

Alle Kunden sollen ihre Kontaktdaten im Friseur-Salon hinterlassen. Dazu zählt nicht nur die Adresse, sondern etwa auch die Handynummer oder E-Mail-Adresse. So sollen Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden können.

Friseure öffnen ab Montag: NRW legt weitere Regelungen fest

Update vom 29. April, 17.37 Uhr: Friseure dürfen ihre Salons ab 4. Mai wieder öffnen - wegen des Coronavirus unter strengen Hygiene- und Infektionsschutzstandards. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen plant dazu in Absprache mit den Innungen des Friseurhandwerks eine Änderung er Coronaschutzverordnung. Darin heißt es:

  • Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Augenbrauenzupfen, Gesichtskosmetik, Rasieren und Bartpflege bis auf weiteres verboten;
  • Geschäfts- oder Saloninhaberinnen und -inhaber müssen Kunden und Beschäftigten mit Symptomen einer Atemwegsinfektion den Zutritt grundsätzlich verweigern. Auch müssen sie ab Montag, 4. Mai, die Kontaktdaten ihrer Kunden dokumentieren;
  • das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen sind im Salon verpflichtend;

  • Kundinnen und Kunden haben einen Umhang zu tragen;

  • Friseurinnen und Friseure müssen außerdem Einweghandschuhe anlegen und diese bei jedem neuen Kunden wechseln;

  • Materialien und Geräte wie Scheren und Kämme sind nach jedem Kunden mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen. "Dieser zerstört die lebenswichtige Hülle möglicher Viren", heißt es als Begründung.

    Diese Auflagen "können eine Blaupause für weitere mögliche Öffnungen im sogenannten 'körpernahen Dienstleistungssektor' sein", so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: "Das Coronavirus wird uns lange begleiten. Deswegen müssen wir gemeinsam Verhaltensregeln erarbeiten, die uns vor einer neuen Infektionswelle schützen, aber unserer Gesellschaft und Wirtschaft die dringend erforderlichen Freiräume geben."

Friseure öffnen am 4. Mai wieder: Was Kunden und Coiffeure beachten müssen

Hamm - Es wird nicht wenige geben, die den 4. Mai herbeisehnen: Die Friseure dürfen wieder öffnen. Die Auflagen für die Wiedereröffnung der Friseur-Betriebe nach der mehrwöchigen Corona-Zwangspause sind streng: Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden, gilt bekanntlich eine Abstandsregel von 1,5 Metern.

Diese können Friseure aber nicht einhalten, wenn sie am Kopf ihrer Kunden arbeiten. Deshalb müssen sie sich schützen. Wie, das fassen wir hier für Sie zusammen. Sie erfahren auch, welche Dienstleistungen in den Geschäften erlaubt und welche verboten sind. Alle weiteren Entwicklungen in der Corona-Krise behalten wir in unserem News-Ticker im Blick. 

Einstellen müssen sich Friseur-Kunden aufgrund der hohen Schutzmaßnahmen wegen des Coronavirus in Friseur-Betrieben in NRW auch auf höhere Preise. Die Regelungen führen auch zu einem zeitlichen Mehraufwand. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks rechnet aber mit einem moderaten Anstieg. Wie stark die Preise letztlich steigen, hängt vom jeweiligen Salon selbst ab. Der Verband Deutscher Friseurunternehmen rechnet mit einem durchschnittlichen Anstieg um ein bis zwei Euro

Friseure in NRW ab 4. Mai wieder geöffnet: Das ist wegen des Coronavirus zu beachten

  • Mundschutz: Der Mundschutz ist wegen der Corona-Pandemie beim Einkauf, in Arztpraxen, Apotheken und im öffentlichen Nahverkehr seit Montag (27. April) Pflicht - und er muss auch getragen werden, wenn Kunden ab dem 4. Mai wieder zu ihrem Friseur gehen. Sowohl der Haarstylist als auch der Kunde muss mindestens eine Alltagsmaske tragen. Der Mund-Nasen-Schutz kann von zuhause mitgebracht werden, viele Friseur-Geschäfte werden sich aber auf die Pflicht einstellen, wenn sie wieder öffnen, und ihren Kunden eine Maske zur Verfügung stellen. Für ihre Mitarbeiter müssen die Inhaber entsprechend vorsorgen: Der Mundschutz muss in ausreichender Zahl vorhanden sein, schließlich muss die Maske nach jedem Kunden und im Zweifel schon früher - nämlich wenn sie durchfeuchtet ist - gewechselt werden. 
  • Handschuhe: Von der Begrüßung des Kunden bis nach dem obligatorischen Haarewaschen muss der Friseur Einmalhandschuhe tragen. Sie müssen nach jedem Kundenkontakt gewechselt werden; der Inhaber muss dafür sorgen, dass genügend Handschuhe vorhanden sind. Die Friseure müssen sich außerdem nach jedem Kunden die Hände waschen oder desinfizieren. Das ist eine hohe Belastung für die Haut, deshalb muss auch auf den Hautschutz und die -pflege besonders geachtet werden. 
  • Abstand: Die Distanz von 1,5 Metern mussum jeden Arbeitsplatz herum, in allen Richtungen, eingehalten werden. Die Friseur-Betriebe müssen wegen der Coronavirus-Regeln gegebenenfalls dieZahl der Arbeisplätze anpassen. Es muss berücksichtigt werden, dass die Mitarbeiter sich um den Kunden herum auch bewegen müssen. Markierungen und Absperrungen sollen die Bereiche kenntlich machen. Der Kunde darf nur mit dem jeweiligen Friseur in Kontakt kommen. Ein Friseur darf nur dann mehrere Kunden gleichzeitig bedienen, wenn die Schutzmaßnahmen konsequent eingehalten werden. Auch in den Pausen müssen die Mitarbeiter auf den Abstand achten, in kleinen Pausenräumen sollen die Friseure eines Salons es vermeiden, sich gemeinsam aufzuhalten.
Auch Friseure sind wegen der Corona-Krise seit Wochen geschlossen. Doch für diese Branche ist ein Ende in Sicht. 

Friseure in NRW ab 4. Mai wieder geöffnet: Gesichtsnahe Leistungen sind wegen Corona verboten

  • Desinfektion: Die Betriebe müssen Hand-Desinfektionsmittel, Flüssigseife und Einmalhandtücher zur Verfügung stellen, für die Mitarbeiter genauso wie für die Kunden. Die Kunden sollen angehalten werden, sich nach Betreten des Friseur-Salons die Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Reinigungsintervalle müssen gegebenenfalls angepasst werden, vor allem in Sanitäreinrichtungen und Gemeinschaftsräumen. Wartebereiche oder Kinderspielecken müssen geschlossen werden. An der Kasse soll eine Schutzscheibe Kunde und Kassierer trennen. Bargeldlose Zahlung soll bevorzugt werden. Auch auf die Tasse Kaffee zum Haarschnitt werden Kunden verzichten müssen. Und: Zeitschriftenlesen ist ebenfalls tabu.
  • Lüftung: Der Salon, die Pausen- und auch die Sanitärräume müssen ausreichend gelüftet werden. 
  • Haare waschen: Trockenhaarschnitte sind während der Corona-Krise passé: Jedem Kunden müssen die Haare gewaschen werden. 
  • Wimpern färben, Augenbrauen zupfen, Bartpflege: Diese Dienstleistungen gelten als "gesichtsnah" und dürfen deshalb aufgrund des höheren Risikos einer Ansteckung mit dem Coronavirus zurzeit nicht angeboten werden. 

Friseure in NRW ab 4. Mai wieder geöffnet: Selber föhnen ist tabu

  • Waschen, schneiden, selber föhnen? Auch das geht nicht. Die Kunden sollen möglichst keinen Kontakt mit den Arbeitsgeräten der Friseure haben. Kämme, Bürsten und Scheren dürfen erst dann benutzt werden, wenn der Kopf des Kunden gewaschen wurde. Die gleiche Schere, die gleiche Bürste, darf beim nächsten Kunden nur benutzt werden, wenn sie dazwischen gereinigt wurde. 
  • Hygiene: Der Friseurstuhl und die Ablagen müssen nach jedem einzelnen Kunden abgewischt werden. Abgeschnittene Haare müssen sorgfältig entfernt werden, aber nicht mit einem Föhn oder einem Pinsel.  
  • Einmalumhang: Bei jedem neuen Kunden wird ein neuer Einmalumhang aus Stoff oder Plastik verwendet, der nach dem Friseur-Besuch entsorgt wird. Der Umhang muss den Körper des Kunden und mögliche Kontaktpunkte mit dem Friseur bedecken. 
  • Wäsche: Muss im Salon bleiben, dort gewaschen (mindestens 60 Grad, Vollwaschmittel) und vollständig getrocknet werden. Die Berufsgenossenschaft empfiehlt, dass die Mitarbeiter auch die private Kleidung, die sie während der Arbeit tragen, im Salon lassen und dort waschen und trocknen.  

Friseure in NRW ab 4. Mai wieder geöffnet: Nur mit Termin möglich

  • Termin: Zutritt zum Salon sollen Kunden nur nach vorheriger telefonischer oder elektronischer Terminvereinbarung erhalten. Der Friseur soll vorab beim Kunden abfragen, ob irgendwelche Symptome bestehen. Sollte dies der Fall sein, darf der Kunde den Salon nicht betreten. Wartezeiten sind zu vermeiden. Verboten sind "Walk-in-Termine" aber nicht. Es dürfte angesichts des hohen Aufwands, die Standards umzusetzen, aber weitgehend die Ausnahme sein, in einem Salon noch spontan einen Termin zu bekommen. Wer es trotzdem versucht, Zeit mitbringt und warten will, wird sich darauf einstellen müssen, die Wartezeit vor dem Salon zu verbringen. 
  • Datenerfassung: Salons sind angehalten, die Kontaktdaten ihrer Kunden sowie Zeitpunkt des Betretens/Verlassens des Geschäfts zu dokumentieren, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann, sollte ein Mitarbeiter oder ein Kunde erkranken. Kunden können beim Friseur demnach nur bedient werden, wenn sie dieser Dokumentation zustimmen.

Während die Friseure ab dem 4. Mai wieder öffnen dürfen, ist eine Wiedereröffnung der Kneipen und Restaurants in NRW bislang noch nicht in Sicht. Auch in Sachen Urlaub 2020 sind derzeit noch Fragen offen.

Quelle: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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