Friedliche Demos von Kurden und Umweltschützern in Düsseldorf

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DÜSSELDORF - Tausende Kurden sind am Samstag zu ihrem traditionellen Neujahrsfest Newroz durch Düsseldorf gezogen. Zugleich demonstrierten Umweltschützer in der Landeshauptstadt für ein Festhalten an der Energiewende.

Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf beider Veranstaltungen. Nur Autofahrer und Kunden im Nahverkehr mussten über Stunden gute Nerven haben. Es gab Staus und Verzögerungen in der Innenstadt.

Mit Lautsprecherwagen, Fahnen und Transparenten waren die Kurden in zwei Aufzügen zu ihrem Versammlungsort in den Rheinwiesen marschiert. Angekündigt waren bis zu 25 000 Teilnehmer, mit 10 000 kamen aber nach Schätzungen der Polizei deutlich weniger. Newroz markiert in der kurdischen Kultur das Ende des harten Winters und den Beginn eines neues Jahres. Es steht als Fest aber auch für den traditionellen Widerstandsgeist des kurdischen Volkes.

Parallel dazu demonstrierten in der Landeshauptstadt rund 3000 Umweltschützer für die Rettung der Energiewende. Aufgerufen hatten unter anderen die Grünen in NRW, der Bund für Umwelt und Naturschutz und die Naturfreunde Deutschlands. Der Protestzug unter dem Motto "Sonne und Wind statt Fracking, Kohle und Atom" richtete sich gegen Pläne der Regierungskoalition, "den Ausbau erneuerbarer Energien zu deckeln und Einspeisungsgarantien einzuschränken", so die Organisatoren.

Unter den Teilnehmern war auch die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Bärbel Höhn. Die ehemalige NRW-Umweltministerin kritisierte die Politik der Bundesregierung: "Sigmar Gabriels Energiepolitik gleicht einem Trümmerhaufen. In NRW geht es um wegbrechende Investitionen in Milliardenhöhe." - lnw

Quelle: wa.de

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