Friedliche Demonstrationen nach Neonazi-Verbot

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DORTMUND - Nach dem Verbot des "Nationalen Widerstands" hat das Bündnis "Dortmund stellt sich quer" friedlich gegen die Neonazis demonstriert. Der Aufmarsch der Rechtsextremisten dagegen musste in diesem Jahr ausfallen.

Rund 1500 Menschen haben am Samstag in Dortmund nach dem Verbot eines Neonazi-Aufmarsches friedlich gegen den Rechtsextremismus demonstriert. Nach der Auflösung der Vereinigung "Nationaler Widerstand Dortmund" durch den nordrhein- westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte das Bundesverfassungsgericht am Freitag das Verbot des Polizeipräsidenten für zwei Aufmärsche bestätigt. Der Anmelder zählte zum Führungskader der Vereinigung. Eine große Gegendemonstration mit geplanten 4000 Teilnehmern, sagten die Veranstalter daraufhin ab.

In den vergangenen Jahren hatten Rechtsextreme den Antikriegstag am 1. September regelmäßig für demonstrative Märsche in Dortmund missbraucht. Gegendemonstrationen wurden oft von gewaltbereiten Linken ausgenutzt, so dass die Polizei stets mit einem Großaufgebot eingreifen musste.

Ungeachtet des Verbots der rechtsextremen Märsche blieb es am Samstag bei mehreren Aktionen des Bündnisses "Dortmund stellt sich quer", an denen rund 1500 Menschen teilnahmen. Darunter mischten sich auch Vermummte aus der linken Szene. In zwei Demonstrationszügen bildeten sich nach Angaben der Polizei sogenannte schwarze Blöcke mit gewaltbereiten, vermummten Teilnehmern, die für eine aggressive Stimmung gegenüber der Polizei sorgten.

Die Veranstalter, darunter der Anmelder eines zehntägigen "Antifacamps", das aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt wurde, hätten sich gegenüber der Polizei "unkooperativ" verhalten, hieß es. "Dies hat mit Protest gegen Rechtsextremismus nichts mehr zu tun. Das brauchen wir hier in Dortmund nicht", sagte Einsatzleiter Dieter Keil. Es gab aber zunächst keine Ausschreitungen.

Am Abend kamen mehrere hundert Nazigegner bei einem Friedensfest in Dortmund-Dorstfeld zusammen, dem Wohnort vieler Rechtsextremisten. Einen Versuch linksgerichteter Demonstranten, in diesen Vorort vorzustoßen, unterband die Polizei. - dpa

Quelle: wa.de

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