NRW fordert neuen Ausgleich bei Ökostrom-Kosten

DÜSSELDORF - Nachdem Bayern gegen den Länderfinanzausgleich klagen will, fordert Nordrhein-Westfalen eine neue Verteilung für die Kosten der Energiewende.

Der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) verlangte in der "Rheinischen Post" (Montag) einen größeren Beitrag von Bundesländern wie Bayern, die besonders stark von der Förderung von Sonnen- und Windstrom profitieren.

"Es kann nicht sein, dass die Haushalte in NRW die Flut der Solaranlagen auf den bayerischen Dächern fast alleine bezahlen müssen", kritisierte Duin in der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung. Nötig sei eine neue Initiative für einen länderübergreifenden Ausgleich der Ökostrom-Kosten.

Nach Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) flossen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) allein im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Euro nach Bayern. Nordrhein-Westfalen machte hingegen beim Saldo aus Mittelzu- und Mittelabfluss ein Minus von 2,25 Milliarden Euro. - lnw

Quelle: wa.de

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