Große Probleme bei Small Planet Airlines

Flieger landet 53 Stunden zu spät in Paderborn/Lippstadt -  Passagiere aus Hamm betroffen

Eine Small Planet-Maschine am Flughafen Paderborn/Lippstadt.

Paderborn/Lippstadt - Für fast 180 deutsche Urlauber war der Rückflug von Rhodos zum Flughafen Paderborn/Lippstadt ein Albtraum: Tief in der Nacht zu Mittwoch landete ihr Flieger - mehr als 50 Stunden später als geplant. Ein Passagier aus Hamm berichtet von seinen Erlebnissen.

Am Sonntagabend sollte ein Airbus A320 der Fluggesellschaft "Small Planet Airlines" 179 Urlauber von der griechischen Insel Rhodos zurück nach Paderborn fliegen. Doch der Flieger kam nicht.

Oliver Jusczyk und seine Lebensgefährtin Julia Baumann hatten sich das Ende ihres Sommerurlaubs wohl anders vorgestellt. Statt am Montag erholt mit den Vorbereitungen für die Einschulung von Tochter Luisa starten zu können, saßen die Hammer über zwei Tage auf der Ferieninsel Rhodos fest. 

„Wir sollten eigentlich um 20.30 Ortszeit starten, dann hieß es, die Maschine habe Verspätung und schließlich, dass unser Flug gecancelt wurde“, berichtet der Familienvater. Nach einigen Stunden am Flughafen brachte man die gestrandeten Passagiere in nahegelegene Hotels.

Das Flugzeug stand währenddessen mit einem Defekt beim Zwischenstopp in Bremen, wo es Urlauber für Rhodos aufnehmen sollte. Die Passagiere saßen dort am Sonntagnachmittag bereits in der Maschine (Flug „5P 5873“), mussten aber wieder aussteigen, denn es wurden Schäden an einer Flugschaufel entdeckt. Die Ursache war ein Vogelschlag, gab "Small Planet Airlines"-Sprecher Jan Limbach (52) bekannt.

Das große Warten begann

Der Airbus war also flugunfähig, eine in Paderborn-Lippstadt stationierte Ersatzmaschine der Fluggesellschaft nicht einsatzbereit,  und das Chartern eines weiteren Flugzeugs in der Hochsaison nicht möglich. Also begann das große Warten. Auf Rhodos, in Bremen - und auch in Paderborn.

Denn dorthin hatte "Small Planet Airlines"" einige Bremer Passagiere mit Bussen und Großraum-Taxen gefahren - in der Hoffnung, dass es dort weitergeht. Ging es aber nicht: "Die Reparatur dauerte länger, dann fehlten Kapazitäten in Paderborn“, sagte Limbach laut Bild-Zeitung. Die Gäste wurden in Hotels untergebracht. Immer wieder habe es neue Abholzeiten gegeben, doch erst am Dienstag ging es tatsächlich los.

Landung um 4.07 Uhr

Und damit auch für die auf Rhodos auf ihre Heimkehr wartenden Urlauber. Um 4.07 Uhr tief in der Nacht zu Mittwoch setzte die Maschine schließlich in Ostwestfalen/Lippe auf - mehr als 50 Stunden später als erwartet.

"Wir können uns nur aufrichtig bei unseren Fluggästen entschuldigen", sagte Limbach. Er kündigte Entschädigigungszahlungen für die Passagiere an. Vor Ort seien dafür bereits Dokumente für die Passagiere vorbereitet worden, um „zu einer schnellen und unbürokratischen Lösung zu kommen.“ 

"Small Planet Airlines" steht wiederholt in der Kritik

Davon will Oliver Jusczyk Gebrauch machen. „Wir wollen auf jeden Fall gegen die Airline und unseren Reiseveranstalter vorgehen“, sagt der Hammer. Die Airline steht nicht zum ersten Mal wegen enormer Verspätung in den Schlagzeilen. 

Immer wieder gibt es Berichte über Verspätungen von 30, 40 und 50 Stunden. Erst vor zwei Wochen hatte "Small Planet Airlines" deshalb 23.000 Euro für Entschädigungen und Gerichtskosten an betroffene Urlauber gezahlt.

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt reagierte auf unserer Facebook-Seite folgendermaßen:

Diese Dinge sollten Sie im Flugzeug unbedingt beachten

Mit diesen Tricks bleibt der Platz im Flugzeug neben ihnen möglicherweise frei: Wählen Sie einen Sitzplatz links - die rechte Seite ist im Flugzeug die beliebtere. Am unattraktivsten ist zudem der Gangplatz im hinteren Drittel des Flugzeugs, nämlich Sitzplatz 19C. Vermeiden Sie die Reihen sechs und sieben, diese Plätze sind bei Reisenden beliebt. Außerdem gilt: Seien Sie schnell.

Ihr Flugticket enthält sensible Daten zu Ihrer Person. Schreddern Sie es also nach der Reise. So kann es nicht in die falsche  Hände gelangen.

Beim Start und der Landung werden die Lichter im Flugzeug ausgeschaltet. Dies stellt eine Vorsichtsmaßnahme dar: Die Beleuchtung wird an die äußere Umgebung angepasst, damit sich die Augen der Passagiere und der Crew an die Dunkelheit gewöhnen und im Ernstfall eine bessere Orientierung und Sicht haben.

An Flughäfen kommen täglich tausende Reisende aus der ganzen Welt an. Die Anzahl an Keimen ist daher besonders hoch. Waschen Sie sich also auf Flughafen-Toiletten besonders gut die Hände.

Jedes Flugzeugfenster hat ein kleines Loch: Es stellt eine Art Entlüftungsventil dar und sorgt dafür, dass die Luft im Steigflug heraus- und im Sinkflug hineinströmen kann. Dadurch wird im Flugzeug der richtige Luftdruck aufrecht erhalten.

Ein Fehler, den viele Menschen nach der Flugbuchung machen: Sie informieren sich nicht weiter über mögliche Änderungen. So kann man oftmals Geld sparen.

Kennen Sie den Begriff "Boeing Belly"? Getränke mit viel Kohlensäure können im Flugzeug Blähungen auslösen. Schuld daran sind die Druckverhältnisse in der Luft.

Fensterläden im Flugzeug sind bei Start und Landung offen: Denn die Crew muss im Notfall freie Sicht nach draußen haben.

Durch den Druck in der Kabine verändern sich unsere Geschmacksnerven leicht. Dadurch schmeckt uns auch Tomatensaft hoch über den Wolken besser: Die Säure der Tomaten wird nicht so stark wahrgenommen.

Wenn Sie abergläubisch sind, haben Sie Glück: Sie werden in einem Flugzeug niemals die Sitzreihe 13 antreffen. Manche Fluggesellschaften vermeiden auch noch Reihe 17, da diese Zahl in einigen Ländern ebenfalls als Unglückszahl angesehen wird.

Piloten dürfen während des Fluges nicht das Gleiche essen: Das ist zwar keine offizielle Regelung, wird aber von Piloten gerade auf Langstreckenflügen berücksichtigt. Der Grund: Um einer möglichen Lebensmittelvergiftung vorzubeugen, wird verschiedenes Essen serviert.

Dass Tomatensaft an Bord besser schmeckt, haben Forscher am Fraunhofer-Institut nachweisen können. Der Grund: In einem Flugzeug nehmen die Geschmacksnerven wegen des anderen Luftdrucks und der geringeren Luftfeuchtigkeit anders wahr.

Durch verschiedene Faktoren schmeckt das Essen im Flugzeug hoch oben in der Luft tatsächlich besser. Unter anderem liegt das am Geräuschpegel und dem Luftdruck, der unsere Geschmacksnerven verändert.

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