Trauer um jungen ehrenamtlichen Feuerwehrmann

Feuerwehrmann stirbt nach Gasexplosion: Ermittler finden Kerze im Keller!

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In dem Haus in Lienen, in dem Bewohner vorher Gasgeruch festgestellt hatten, kam es zur Explosion, als Feuerwehrmänner auf der Suche nach der Ursache waren. Ein junger Feuerwehrmann starb. Vier weitere wurden verletzt. 

In Lienen wird die Feuerwehr wegen Gasgeruchs zu einem Mehrfamilienhaus gerufen. Wenig später gibt es eine riesige Explosion. Ein Feuerwehrmann stirbt. Die Ermittler finden wenig später eine Gasflasche und eine Kerze.

  • Bei einer Gasexplosion in Lienen im Münsterland kommt ein Feuerwehrmann ums Leben.
  • Die Polizei setzt eine Mordkommission ein.
  • Die Ermittler finden klare Spuren, die auf den Grund der Explosion hindeuten.

Update, 14. Februar, 13.15 Uhr:

Lienen - Nach dem Tod eines jungen Feuerwehrmannes bei einer Gasexplosion in Lienen im Münsterland hat die Mordkommission Polizei die Spurensuche am Tatort abgeschlossen.

"Wir haben im Keller des Hauses ein Kerze gefunden und sichergestellt", erklärte der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Thomas Götze. "Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen und Zeugenvernehmungen gehen wir davon aus, dass durch die brennende Kerze in Verbindung mit dem ausströmenden Gas die Explosion im Keller herbeigeführt worden ist."

Gasexplosion in Lienen: Feuerwehrmann von Trümmerteilen erschlagen

Der erst 19 Jahre alte Feuerwehrmann, der bei der Suche nach Personen im Haus verstarb, wurde im Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster obduziert.

"Der junge Mann ist von herabstürzenden Trümmerteilen erschlagen worden", schilderte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt das Obduktionsergebnis.

Die am Tatort sichergestellte Gasflasche und die Kerze werden nun "mit Vorrang beim Landeskriminalamt in Düsseldorf auf auswertbare Spuren untersucht".

Gasexplosion in Lienen: Ermittler hoffen auf DNA-Spuren

Man sei zuversichtlich, dass an den sichergestellten Gegenständen verwertbare Spuren gefunden werden können, sagte der Leiter der Mordkommission. "Insbesondere hoffen wir auf DNA-Spuren." Die Ermittlungen der 16-köpfigen Mordkommission gehen mit Hochdruck weiter, unter anderem hat die Kommission auch Experten des Landeskriminalamtes, sogenannte Profiler, eingebunden.

Gasexplosion in Lienen: Sollten Feuerwehrleute getötet werden? Das sagt der Staatsanwalt

"Wir haben derzeit keine Hinweise darauf, dass am vergangenen Samstag bewusst Feuerwehrleute getötet werden sollten", sagte der Oberstaatsanwalt. "Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, insbesondere müssen wir bedenken, dass das Haus frei zugänglich war und Mitglieder aller Wohnparteien sich am Vormittag des 8. Februars im Haus befanden. Wir können derzeit nicht ausschließen, dass die Tat von einer oder mehreren Personen begangen worden ist, die nicht in dem Haus lebten. Das Motiv für die Tat ist weiter unklar."

Die Mordkommission steht in engem Kontakt zu den Angehörigen und bittet auch in ihrem Interesse um sachdienliche Hinweise (02551-155678 oder per Email: hinweis.lienen@polizei.nrw.de)

Update, 12. Februar, 10 Uhr: "Die intensiven Ermittlungen am Wochenende deuten daraufhin, dass die Explosion durch Gasaustritt vorsätzlich herbeigeführt wurde", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Die Ermittlungen hierzu stehen noch ganz am Anfang."

Im Keller des Haues konnte eine Gasflasche gefunden werden. Vermutlich ist das Gas aus dieser Flasche ausgetreten.

"Das Wohngebäude ist einsturzgefährdet und kann aktuell nicht betreten werden", erklärte der Leiter der Mordkommission Kriminalhauptkommissar Frank Schneemann. "Das erschwert die Tatortaufnahme und die Spurensuche. Aktuell vernehmen wir Zeugen und gehen ersten Hinweisen nach."

Am Morgen nach der Gasexplosion in einem Wohnhaus in Lienen nahe Osnabrück wurde am Sonntag die Leiche des 19-jährigen Feuerwehrmannes aus den Trümmern geborgen. Die Bergung des 19-Jährigen aus dem teilweise eingestürzten Haus sei kompliziert und schwierig gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Die Einsatzkräfte hätten dicke Betonteile zerschneiden müssen. Nun beginnt die Polizei mit den Ermittlungen zur Ursache der Explosion.

Im Laufe des Sonntages werde ein Statiker das Gebäude begutachten und entscheiden, ob die Polizei das Gelände betreten und mit den Ermittlungen beginnen kann. Das Wohnhaus sei gestern bereits mit Drahtseilen und Stützen gesichert worden, sagte ein Polizeisprecher.

Bewohner alarmieren wegen Gasgeruchs die Feuerwehr

Wegen Gasgeruchs hatten Bewohner am Samstagvormittag die Feuerwehr alarmiert. Nach bisherigen Erkenntnissen kam es zu der Explosion, während die Feuerwehrleute nach dem Ursprung des Geruchs suchten. 

Teile des Wohnhauses stürzten komplett in sich zusammen. Die Bewohner konnten zuvor in Sicherheit gebracht werden. 

Unklar, wie es zur Explosion kommen konnte - "bedrückende Situation" 

Wie es zu der Explosion kommen konnte, war am Abend noch unklar. "Das ist eine sehr bedrückende Situationen für die vielen Helfer", sagte der Polizeisprecher. 

Der Verband der Feuerwehren in NRW hat auf seiner Facebookseite einen Post veröffentlicht, demzufolge es sich bei dem tödlich verunglückten Mann um einen 19-jährigen ehrenamtlichen Feuerwehrmann handelt.  "Die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus trauern mit der Familie um einen jungen Kameraden, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde", heißt es in dem Facebook-Post.

Es seien Notfallseelsorger vor Ort, die sich um die Betroffenen kümmerten. "Der tragische Tod des Feuerwehrmanns erfüllt mich mit tiefer Trauer", schrieb Innenminister Herbert Reul (CDU) auf Twitter. "Ich bin in Gedanken bei seiner Familie, Freunden und seinen Feuerwehrkameraden." - dpa/eB

Quelle: wa.de

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