Feuerwehr Essen erklärt Migranten den Brandschutz

Feuerwehrmann Mike Filzen (links) erklärt auf der Security Messe in Essen dem Migrationsbeauftragten AzzodineKarioh die Funktionsweise eines Rauchmelders

ESSEN - In einem Pilotprojekt will die Essener Feuerwehr den Brandschutz künftig verstärkt Migranten nahebringen und hat dazu mehrsprachige Flyer entwickelt.

Oft hätten Verständigungsprobleme in Brandfällen fatale Auswirkungen, sagte Sprecher Mike Filzen am Donnerstag auf der Sicherheitsmesse "Security" in Essen. Die Wehrleute arbeiten bei dem Projekt mit dem Forum Brandrauchprävention und rund 70 Immigrantenvereinen zusammen.

 Diese sollen das Informationsblatt mit allgemeingültigen Symbolen und knappen Tipps, das es auf Englisch, Russisch, Polnisch und Türkisch und demnächst auch auf Französisch und Arabisch gibt, an ihre Mitglieder weitergeben. Im Ruhrgebiet haben bereits andere Kommunen ihre Mitarbeit angekündigt.

Für viele Menschen aus dem Ausland sei das System der deutschen Feuerwehr fremd, berichtete Azzadine Karioh vom Essener Verbund der Immigrantenvereine, der marokkanische Wurzeln hat. "In den südlichen Ländern kennen wir eine so organisierte Feuerwehr nicht", sagte er. Hinzu kämen Mentalitätsunterschiede. "Im Bewusstsein vieler ist nicht verankert, dass es professionelle Helfer gibt, die im Brandfall schnell zur Stelle sind." - dpa

Quelle: wa.de

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