Feuerübung: Beamtin wird durch zu lautes Tröten verletzt

SOLINGEN - Im Finanzamt von Solingen soll eine Beamtin durch lautes Tröten bei einer Notfallübung verletzt worden sein. Die zuständige Oberfinanzdirektion wollte zu einem Bericht des "Solinger Tageblatts" am Montag keine Stellung nehmen, dementierte ihn aber auch nicht.

Es handele sich um einen "behördeninternen Vorgang", sagte eine Sprecherin in Köln. Sie bestätigte lediglich, dass in dem Gebäude am vergangenen Freitag eine Evakuierungsübung absolviert wurde.

Im Finanzamt von Solingen gibt es eine bundesweit wohl einzigartige Brandschutz-Vorrichtung: Ausgewählte Beamte sollen in Tröten blasen, wenn es brennt. Wie die Zeitung berichtet, hatte eine Beamtin bei der Übung ein "schweres Ohr-Trauma" erlitten und war für mehrere Tage krankgeschrieben worden. Eine Kollegin soll just in dem Moment in ihre Alarm-Tröte geblasen haben, als die Frau ihr Büro verlassen und den Behördenflur betreten habe.

In dem 16-Millionen-Euro-Neubau waren zwei Dutzend Tröten als "manuell zu bedienende Alarmhupen" verteilt worden. Feuerwehr und Bauherr hatten betont, dass es sich um eine freiwillige, zusätzliche Maßnahme handelt. Der Brandschutz des Gebäudes sei auch ohne Tröten genehmigt worden und entspreche den Vorschriften. Im Fall eines Feuers werden die Mitarbeiter über die Telefonanlage gewarnt. Sollte die Telefonanlage ausfallen, sollen 22 ausgewählte Beamten zur Tröte greifen.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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