Feuer im Seniorenheim am Möhnesee

Feuer im Seniorenheim am Möhnesee

MÖHNESEE - Brandsachverständige der Kripo haben am Montagmorgen damit begonnen, die Ursache für das Feuer in der "Seeufer-Residenz" zu ermitteln. Fest steht nach Ansicht von Experten bereits jetzt, dass das Gebäude über Monate unbewohnbar bleiben wird. Immerhin besteht für einige Bewohner die Aussicht, persönliche Gegenstände aus weniger beschädigten Gebäudeteilen zurückzubekommen.

In einem dramatischen Rettungseinsatz ist Sonntagabend nach einem Zimmerbrand, der während der Löscharbeiten auf das Dach übergriff, die „Seeufer-Residenz“ in Möhnesee-Wamel von der Feuerwehr komplett geräumt worden.

Insgesamt wurden 73 Personen in einem teils beklagenswerten Zustand geborgen. 33 Personen kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Es bestand der Verdacht auf eine Rauchvergiftung. Die übrigen Senioren wurden zunächst in der Schützenhalle in Völlinghausen untergebracht und versorgt. Viel Qualm haben viele der Bewohner eingeatmet, weil die Bergung der Einrichtung sich wegen der räumlichen Verhältnisse für die Brandschützer schwierig gestaltet.

Bilder zum Brand

Alarmiert wurde die Feuerwehr Möhnesee nach Informationen von Gemeindewehrführer Bernhard Loer gegen 16.20 Uhr. Gemeldet war ein Zimmerbrand im Obergeschoss. Ein Fernseher war implodiert. Schnell griffen die Flammen auf das Mobiliar über. Dichter Qualm quoll aus dem Fenster, als die ersten Angriffstrupps sich einen Überblick verschaffen wollten. Die Wehrführung in Möhnesee löste sofort Wehralarm für die gesamte Gemeinde aus und forderte aus Soest Verstärkung mit der Drehleiter an. Nachgefordert wurden ebenso die Drehleitern aus Bad Sassendorf und Belecke.

Mit der Entscheidung, das Seniorenwohnheim komplett zu räumen, wurde eine „Großschadenslage“ festgestellt. Schließlich waren Einsatzkräfte der Feuerwehr aus dem gesamten Kreisgebiet im Einsatz. Zur Sicherstellung der Stromversorgung und für logistische Hilfeleistungen rückten die Ortsvereine Soest und Lippstadt des Technischen Hilfswerks mit aus. Aus dem Hochsauerlandkreis wurde ein Krankentransportzug mit zehn Fahrzeugen für den Transport von jeweils 10 Patienten angefordert.

Aus Dortmund rückte um kurz nach 18 Uhr eine Teleskopmastbühne aus, um die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten zu unterstützen: „Das Feuer muss komplett aus“, lautete die Anweisung. Gegen 21 Uhr kam weitere Unterstützung durch einen angeforderten Schwerlastkran, der den Feuerwehrleuten als Arbeitsbühne dienen soll, um von oben Wasser auf die letzten Glutnester laufen zu lassen. Eine Decke ist mittlerweile eingestürzt. Das Haus gilt als völlig beschädigt und muss wahrscheinlich abgerissen werden. Auch zwei Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten verletzt.

Für Angehörigennachfragen wurde eine Hotline eingerichtet: 02925 / 4082

Quelle: wa.de

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