Gut 7000 Quadratmeter auf ehemaliger Kyrillfläche betroffen

Großbrand in der Nähe des Sorpesees: Einsatz ist beendet - Bürgermeister dankt Feuerwehr

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Dieses imposante Bild wurde von der Drohne der Feuerwehr Sundern aufgenommen.

[Update Mittwoch, 10.28 Uhr] Stemel - Der Großeinsatz der Feuerwehr in Sundern-Stemel ist beendet. Am Dienstag gegen 14.20 Uhr war ein Waldbrand ausgebrochen und hatte sich auf gut 7000 Quadratmeter ausgebreitet. Mittlerweile sind die Einheiten von der Einsatzstelle abgerückt.

Die Feuerwehr Sundern hatte das Feuer in der Nähe von Gut Selmke in Stemel am frühen Abend unter Kontrolle. Leichter Regen spielte den Einsatzkräften - in der Spitze etwa 250 Personen - in die Karten. Gegen 23 Uhr war das Feuer aus, wie Rainer Hake von der Feuerwehr Sundern mitteilte.

In der Nacht blieb eine Brandwache zurück. Am Mittwochmorgen wurden die Arbeiten fortgesetzt. Hake sprach gegenüber dem SauerlandKurier nur noch von "kleineren Glutnestern", die es zu bekämpfen gab. Um die freizulegen, wurde der Boden mit einem Trecker umgepflügt. 

Zwei Einheiten wurden am Mittwoch nachalarmiert. Zuletzt waren mehr als 40 Feuerwehrleute im Einsatz. Am späten Vormittag meldete die Feuerwehr, dass der Einsatz beendet sei und die Einheiten vom Brandort abgerückt seien. 

Im Rahmen der überörtlichen Hilfe wurden neben den Feuerwehreinheiten aus dem Stadtgebiet auch Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Arnsberg, Bestwig, Olsberg, Meschede und Eslohe, sowie der Einsatzleitwagen 2 des Hochsauerlandkreises eingesetzt. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgten die DRK-Einheiten aus Sundern und Meschede.

Am Mittwochvormittag meldete sich auch Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel zu Wort. "Dieser Einsatz macht sehr deutlich, wie wichtig unsere freiwillige Feuerwehr ist. Vor allem aber auch, wie gut sie funktioniert und wie sehr wir sie brauchen", schrieb das Stadtoberhaupt in einem Facebook-Posting und dankte allen Einsatzkräften - natürlich auch den vielen Helfern aus den Nachbarstädten.

Das ist am Dienstag geschehen:

Das Feuer war in der Nähe von Gut Selmke in Stemel ausgebrochen. "Der Brand befindet sich aktuell im Hochwald. Die Flammen springen also von Baumwipfel zu Baumwipfel", hatte Feuerwehrsprecher Jürgen Voss im ersten Gespräch mit unserer Redaktion erklärt. 

Wie das Feuer in dem Wald ausbrechen konnte, ist derzeit noch vollkommen unklar. Zunächst war eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern betroffen, dann waren es etwa 4000 bis 5000 Quadratmeter. "Das Feuer wandert immer weiter den Hang hoch", schilderte Rainer Hake von der Feuerwehr Sundern. Später korrigierte Hake die Zahl auf 7000 Quadratmeter.

Brand wütet auf einer ehemaligen Kyrillfläche

"Wir versuchen jetzt, einige Schneisen in das sehr schwer zugängliche Gebiet zu schlagen, um dann das Feuer von mehreren Seiten angreifen zu können", hatte Hake um kurz nach 17.30 Uhr ergänzt. Dazu waren auch Kettensägen eingesetzt worden.

Bedingt dadurch, dass es sich um eine ehemalige Kyrillfläche handele, lägen dort die Bäume quasi kreuz und quer durcheinander. Das mache die Löscharbeiten ungleich schwieriger.

Durch die lange Trockenheit im Sommer drang das Feuer tief in den Waldboden ein. "Dies machte erforderlich, im betroffenen Gebiet eine Bodenfräse einzusetzen und den Waldboden anschließend massiv zu wässern", teilte die Feuerwehr am späten Dienstagabend mit.

Schon aus der Ferne war eine große Rauchwolke über dem Stemeler Wald zu sehen.

Feuerwehr-Drohne im Einsatz

Auch die Drohne der Feuerwehr wurde eingesetzt. Diese "leistete bei der Erkundung für die Einsatzleitung wieder wertvolle Hilfe. Durch die Luftaufnahmen und Bilder der Wärmebildkamera konnten die Einsatzkräfte optimal koordiniert werden", hieß es von der Feuerwehr. "Erstes Ziel ist es, das Feuer von den Flanken einzudämmen. So wollen wir uns nach innen vorkämpfen", hatte Jürgen Voss berichtet.

Die Gefahr, dass sich das Feuer in die Nähe von bewohnten Gebieten ausbreitet, bestand laut Feuerwehr nicht. Lediglich Rauch sei nach Stemel gezogen, wie Rainer Hake mitteilte. "Für die Anwohner aus Stemel wurde zunächst eine Warnung wegen der starken Rauchentwicklung ausgegeben. Diese Warnung konnte jedoch nach den ersten Löscherfolgen am frühen Abend wieder aufgehoben werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr.

Um die Wasserversorgung sicherzustellen, hatten die Einsatzkräfte anfänglich Wasser aus der nahegelegenen Röhr entnommen, danach aus dem ebenfalls in der Nähe befindlichen Sorpesee. Jedoch mussten laut Feuerwehr jeweils lange Schlauchleitungen verlegt werden.

Quelle: wa.de

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