Festnahme! Libanese (38) soll Frau in Bielefeld ermordet haben

BIELEFELD - Auf der Suche nach dem Mörder einer 29-jährigen Frau in Bielefeld hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Der 38 Jahre alte Lebensgefährte des Opfers sei bei Verwandten in Dänemark unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden, teilten die Ermittler am Dienstag mit.

Der Libanese sei offiziell in einer Asylbewerber-Unterkunft in Eisenhüttenstadt in Brandenburg gemeldet. Er habe aber seit Jahren bei der Frau und deren elfjährigem Sohn gelebt, der jetzt in der Obhut von Verwandten ist.

Der Mann sei bereits im April 2013 zur Festnahme mit dem Ziel der Abschiebung ausgeschrieben worden. Das Motiv für die Tat ist nach Angaben der Ermittler unklar.

Nach bisherigen Erkenntnissen baute der Tatverdächtige gegenüber einer Freundin des Opfers, die schließlich am Sonntag Vermisstenanzeige erstattete, eine Legende auf - offenbar um sich nach der Tat einen zeitlichen Vorsprung für die Flucht nach Dänemark zu verschaffen.

Nach der Tat hatte er sich zu Verwandten nach Dänemark abgesetzt, wo er nach einem Hinweis auf seinen Aufenthaltsort von der dänischen Polizei am Montagabend festgenommen wurde, hieß es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und der Polizei Bielefeld.

Nach dem Fund der Frauenleiche in einer Bielefelder Wohnung hatte die Mordkommission "Dompfaff" die Ermittlungen übernommen. Die 29-jährige Frau wurde zweifelsfrei erwürgt. Das habe die Obduktion ergeben, teilte die Polizei bereits am Montag mit.

Die Polizei hatte am Sonntag die Wohnung der Frau geöffnet, nachdem eine Bekannte Vermisstenanzeige gestellt hatte. Die 29-Jährige dürfte schon einige Tage leblos dort gelegen haben, hieß es. Der Sohn habe sich in der Zeit bei der Bekannten aufgehalten. Die hatte die 29-Jährige am 12. Mai zuletzt lebend gesehen. - dpa

Quelle: wa.de

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