Reisewelle zu Ferienbeginn

Es wird voll auf Flughäfen und Autobahnen

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DÜSSELDORF - Für rund 2,6 Millionen Schüler in Nordrhein-Westfalen beginnen an diesem Freitag bei echtem Urlaubswetter die Sommerferien. Das führt zu großem Andrang an den Flughäfen und auf den Autobahnen.

Für manche Schüler trübt ein schlechtes Zeugnis den Start in die ersehnten Ferien. Sie und ihre Eltern erhalten Hilfe bei den Sorgentelefonen der Bezirksregierungen.

Am Flughafen Düsseldorf rechnet man am Freitag mit 76 000 Fluggästen, der Airport Köln/Bonn erwartet 37 000 Passagiere. Zum Vergleich: Düsseldorf zählt an einem normalen Tag 59 000 Passagiere in den Flieger, Köln/Bonn 25 000.

Der ADAC rechnet auch mit vollen Autobahnen - zumal außer in Bayern und Baden-Württemberg überall Ferien sind. Jacqueline Grünewald, Sprecherin des ADAC Nordrhein: "Die Autofahrer werden sich quälen müssen." Gerade am Freitag werde es auf den Autobahnen in NRW voll.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW verzichtet ab Freitagmittag auf den Hauptrouten auf Tagesbaustellen, um die Staugefahr abzumildern. Für Samstag rechnet Sprecher Bernd Löchter auf den Autobahnen in NRW mit 30 Prozent mehr Autos als an normalen Tagen. Die Deutsche Bahn dagegen erwarte "keinen Riesenandrang", teilte ein Sprecher mit.

Für Schüler und Eltern, denen schwache Zeugnisse Kummer machen, bieten die Bezirksregierungen Hilfe an. An den "Sorgentelefonen" beantworten Schulamtsmitarbeiter Fragen. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) warnt davor, dass Kinder in den Ferien nur lernen. "Die Ferien sind zur Erholung da", sagt Udo Beckmann, Vorsitzender des VBE in NRW. Er empfiehlt zum Ferienanfang eine Lern-Auszeit, und Nachhilfe-Stunden erst für das Ende der Ferien.

Ob lernende Schüler oder Familien, die ihren Urlaub erstmal zu Hause verbringen: Sie alle dürfen sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in der ersten Ferienwoche schon einmal auf viel Sonne und Temperaturen bis 30 Grad freuen.

Die freie Zeit noch einmal genießen können die künftigen Erstklässler: 148 000 i-Dötzchen kommen im September in die Grundschulen. Die meisten von ihnen starten erst am zweiten Tag nach den Ferien. Alle anderen sollten sich pünktlich zum ersten Schultag wieder einfinden. Denn für Eltern, die die Ferien ihrer Kinder eigenmächtig verlängern, um etwa günstigere Flüge zu bekommen, kann es teuer werden - das NRW-Schulministerium droht mit Bußgeldern. - dpa

Quelle: wa.de

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