Getötete Werlerin

Liesa Schulte: Anklage gegen Ex-Freund zugelassen

WERL - Fast genau ein Jahr nach ihrem Verschwinden steht nun fest, wann die Tötung von Liesa Schulte juristisch aufgebeitet wird. Die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Arnsberg als Schwurgericht hat mit Eröffnungsbeschluss von Donnerstag die Anklage gegen Richard J. O. aus Essen wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zur Hauptverhandlung zugelassen.

Das teilte das Gericht mit. Es hat den ersten Verhandlungstermin auf den 7. Mai um 9.15 Uhr bestimmt. Auftakt ist am 7. Mai Neu ist ein Punkt der Anklage: Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass die junge Westönnerin schon in Werl starb.

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So wird dem Angeklagten vorgeworfen, in der Nacht vom 16. auf den 17. April des Vorjahres seine damalige Ex-Freundin Liesa Schulte getötet zu haben. Das, so das Gericht, sei „im Verlauf einer von ihm erbetenen Aussprache im Bereich eines Feldweges nahe der Autobahnauffahrt Werl-Süd durch Erwürgen oder Erdrosseln“ geschehen. Anschließend soll der Mann die Verstorbene im Kofferraum eines von ihm gemieteten Polos zu einem Waldstück im Stadtteil Essen-Werden gebracht und dort vergraben haben. Dort wurde die Leiche Ende Oktober von spielenden Kindern entdeckt. Auf den schwarzen Polo waren die Ermittler erst später gestoßen. DNA-Spuren von Liesa Schulte im Kofferraum hatten den Beschuldigten schwer belastet.

Ferner wird O. vorgeworfen, Ende 2009 „seine damalige andere Freundin im Verlaufe eines Streites in seiner Wohnung in Essen gegen die Wohnzimmerwand geworfen, sie anschließend gepackt und am Hals gewürgt zu haben. O. befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Nach dem Auftakt gibt es zehn weitere Termine – „wobei sich die Kammer weitere Verhandlungstermine vorbehält“, wie es heißt. Als Fortsetzungstermine stehen der 14. und 28. Mai, der 4., 19. und 25. Juni, der 3., 10., 16. und 23. Juli sowie der 2. Auguist fest. Beginn ist jeweils um 9.15 Uhr. - bus

Quelle: wa.de

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