Märkischer Kreis

Achtung Abzocke: Polizei warnt vor Betrügern im Internet - so erkennen Sie Fake-Shops

Mehrere Käufer im Märkischen Kreis sind in den vergangenen Wochen auf Fake-Shops im Internet reingefallen. Sie bezahlten, die Ware kam aber nie an.

  • Die Polizei Märkischer Kreis warnt vor Fake-Shops.
  • Käufer sind im Internet auf Betrüger reingefallen.
  • Unseriöse Onlineshops können Sie durch ein paar Tricks erkennen.

Märkischer Kreis - Achtung Abzocke: Die Polizei im Märkischen Kreis warnt vor Fake-Shops im Internet. In den vergangenen Tagen seien vermehrt Käufer auf Betrüger reingefallen. „Sie überwiesen vorab das Geld, doch die Ware traf nie ein“, hieß es seitens der Polizei.

NameMärkischer Kreis
Bevölkerung414.886 (2016)
HauptstadtLüdenscheid
SehenswürdigkeitenBurg Altena, Peștera Dechen
Hochschulen und UniversitätenFachhochschule Südwestfalen, Standort Iserlohn
Vereine und MannschaftenIserlohn Roosters

Fake-Shops im Internet: Polizei Märkischer Kreis warnt vor Betrügern

Die Fälle im Märkischen Kreis hätten sich demnach zuletzt gehäuft, wie come-on.de* berichtet. So habe eine 45-jährige Frau aus Altena im Internet eine Spielekonsole bestellt - offensichtlich bei einem Fake-Shop. „Sie sollte vorab bezahlen und den Beleg einsenden. Doch die Konsole kam nicht", erklärte die Polizei.

Ähnlich erging es einem 49-jährigen Mann aus Balve, der offenbar auf einen Fake-Shop reingefallen ist. Auch er hat laut Polizei im Internet eingekauft und das Geld dann in die Niederlande überwiesen. Jetzt habe er Anzeige wegen Betrugsverdachts erstattet.

Fake-Shops im Internet: Ehepaar im Märkischen Kreis fällt auf Betrüger rein

Fake-Shops sind nicht gleich Fake-Shops: Ein Ehepaar aus Meinerzhagen habe sich nach Angaben der Polizei auf einen kleinen Swimmingpool gefreut, den sie günstig „auf einer bekannten Auktions- und Kleinanzeigen-Plattform“ im Internet ergattert hatten. Sie hätten eine zweistellige Summe auf ein ausländisches Konto überwiesen und eine Woche später eine Warnung vom Sicherheitsteam der Internetplattform erhalten.

„Der angebliche Verkäufer und tatsächliche Account-Inhaber hatte einen Missbrauch gemeldet - und jedenfalls keinen Pool zu
verkaufen“, erklärte die Polizei Märkischer Kreis weiter. Auch das Ehepaar nach dem Vorfall im Internet habe Anzeige erstattet.

Doch damit nicht genug. Eine 39-jährige Frau aus Menden (ebenfalls Märkischer Kreis) wollte laut Polizeiangaben ein E-Bike im Internet kaufen. Noch am Tag der Bestellung habe sie die Vorab-Rechnung bezahlt - seitdem warte sie auf eine Bestätigungsmail für den Zahlungseingang. „Die kam genauso wenig wie das Fahrrad. Die angegebene Telefonnummer des Versenders läuft ins Leere“, so die Polizei weiter. Auch die Mendenerin ist vermutlich auf einen Fake-Shop reingefallen.

Polizei warnt vor Fake-Shops: So erkennen Sie Betrüger im Internet

Die Polizei Märkischer Kreis rät Käufern, den Namen der Onlineshops zunächst einmal in eine Suchmaschine im Internet einzugeben. „Ein vorheriger Blick in einschlägige Listen im Internet, die vor Fake-Shops warnen, hätte vor dem Geldverlust bewahrt.“

Aber: Eine lange Lieferzeit allein sei noch kein „Betrugsfall“, so die Polizei weiter. „Auch seriöse Online-Shops können Lieferprobleme haben, einfach nur schlechten Service bieten oder schlicht Fehler machen.“ Allerdings gebe es inzwischen zahlreiche Verkaufsplattformen, die teilweise nur für einige Tage online stehen und dann wieder „im Daten-Nirwana" verschwinden würden - ein Anzeichen für einen Fake-Shop.

Gütesiegel wie Trusted Shops sollen Zuverlässigkeit beim Einkaufen im Internet signalisieren. Sind die Siegel echt, kann man sie anklicken und ein Hinweis erscheint, seit wann der Online-Shop zertifiziert ist.

Laut Polizei Märkischer Kreis werben solche Fake-Shops vor allem mit extrem günstigen Preisen. Gerade während der akuten Phase der Corona-Krise hätten Kunden auf die „vermeintlich einfache Alternative“ zurückgegriffen und im Internet nach günstigen Angeboten gesucht. „Vor Begeisterung über einen Preis lassen sie alle Vorsichtsregeln außer Acht. Dabei ist Misstrauen dringend angebracht.“

Online-Betrug im Märkischen Kreis: So erkennen Sie Fake-Shop

Die Polizei Märkischer Kreis rät, beim Online-Bestellen auf ein paar Dinge zu achten, um nicht Fake-Shops reinzufallen:

  • Ein Online-Shop muss zwingend ein Impressum haben. Aber auch Angaben zu angeblichen Handelsregister-Einträgen oder Umsatzsteuer-Nummern können erfunden sein, genauso wie angebliche Qualitätssiegel. Wahrscheinlich sitzen die Täter gar nicht an der angegebenen Adresse, sondern agieren vom Ausland aus.
  • Im Internet nach dem Stichwort „Fake-Shop“ recherchieren und in die Listen schauen. Auch die Verbraucherzentralen beraten und halten Informationen bereit.
  • Sicherer Zahlungsmethoden wie "Kauf auf Rechnung" wählen. Abbuchungen vom Girokonto, Kreditkartenzahlungen und manchmal auch Überweisungen lassen sich rückabwickeln. Allerdings müssen Kunden dafür schnell reagieren und sich mit ihrer Bank in Verbindung setzen.
  • Extrem günstige Preise sollten misstrauisch machen.
  • Sichern Sie Beweise (beispielsweise durch einen Screenshot).
  • Lesen Sie Produktbeschreibungen genau: Verkauft der Anbieter wirklich das gesuchte Produkt oder nur die Verpackung?
  • Beim Kauf über Auktionsplattformen wie beispielsweise Ebay: Lassen Sie sich nicht auf Angebote von Verkäufern ein, die versuchen, Ware am Auktionshaus vorbei zu verkaufen. Das hebelt alle Käuferschutz-Funktionen aus. Bei teuren Artikeln den Treuhandservice nutzen.
  • Schützen Sie insbesondere Mailkonten, aber auch Kundenkonten mit unterschiedlichen Passwörtern, die mindestens acht Zeichen (Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen) enthalten. Je länger, desto besser. Wenn möglich, Push-Informationen aktivieren, die zeitnah über Kontobewegungen, Bestellungen oder Buchungen informieren. Bewertungen anderer Kunden ernst nehmen.
  • Im Zweifel erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Zumindest könnte das weitere Kunden vor einem Geldverlust bewahren.

Eine ARD-Doku hat enthüllt, dass Fake-Shops bereits seit Jahren Millionen Kunden um ihr Geld prellen und das Internet deutschlandweit überschwemmen.

Während der Corona-Krise nutzten Betrüger das bedrohliche Virus für eine neue Masche aus. Mit Anrufen und „Hausbesuchen“ springen sie auf den Zug auf, um ohnehin verängstigten Menschen, insbesondere Senioren, das Geld aus der Tasche zu ziehen.* - come-on.de und wa.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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