Facebook-Nutzung: Keine neuen Vorschriften für Lehrer

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DÜSSELDORF - Das nordrhein-westfälische Schulministerium sieht keinen Bedarf, Lehrern für die Nutzung sozialer Netzwerke neue Vorschriften zu machen oder konkrete Verbote auszusprechen. Verlangt werde aber "amtsangemessenes Verhalten", so ein Sprecher.

Dem Beispiel Baden-Württembergs - dort dürfen Pädagogen Facebook nicht für die Kommunikation mit Schülern sowie untereinander nutzen - werde das bevölkerungsreichste Bundesland nicht folgen, sagte ein Sprecher des Schulministeriums am Mittwoch in Düsseldorf. Ausreichend sei die allgemeine Schulordnung für Lehrer in NRW, die "amtsangemessenes Verhalten" verlange. Dazu gehörten eine "professionelle pädagogische Distanz zu den Schülern und eine Trennung von dienstlicher und privater Kommunikation", erklärte Sprecher Jörg Harm. Das gelte für das Klassenzimmer ebenso wie für elektronische Wege.

Die Ausgestaltung obliegt laut Ministerium den Schulen in NRW. Es werde keine Notwendigkeit gesehen, an den bestehenden Regelungen etwas zu ändern, betonte Harm. "Es sind keine Problemanzeigen aus den Schulen bekannt." Sollte es Beratungsbedarf geben, könnten sich Schulen und Pädagogen an die Kompetenzteams für Lehrerfortbildung wenden, die es in allen Kreisen gebe.

In Baden-Württemberg hatten sich Lehrer wegen Unsicherheiten im dienstlichen Umgang mit sozialen Netzwerken gemeldet. Dort sind Lehrern in sozialen Netzwerken Chats, Vereinbarungen schulischer Termine, das Einrichten von Lerngruppen oder das Verschicken von Noten untersagt. - dpa

Quelle: wa.de

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