Extremistenschule will nach NRW umsiedeln

DÜSSELDORF ▪ Kommen jetzt Terror-Prediger nach Nordrhein-Westfalen? Eine vom Verfassungsschutz des Landes Niedersachsen beobachtete Islamschule in Braunschweig will nach Nordrhein-Westfalen umsiedeln und sich in Mönchengladbach niederlassen, bestätigt der niedersächsische Verfassungsschutz. Sie gilt als eine der wichtigsten Fortbildungsstätten in Deutschland für sogenannten Salafismus.

Diese islamische Ideologie ist laut Sicherheitsbehörden ein geistiger Nährboden für Terroristen. Auch die Sauerlandterroristen, die Bombenanschläge auf amerikanische Einrichtungen in Deutschland geplant hatten, standen in Verbindung mit dem salafistischem Netzwerk. „Die Mitglieder der Gruppe stellten sich aus dem salafistischen Angebot – vermittelt durch Moscheen, Vereine, Islamseminare und Internetangebote – baukastenartig ihre eigene radikale Ideologie zusammen“, schreiben die Geheimdienstler.

Der NRW-Verfassungsschutz bestätigte am Abend, dass der Trägerverein der Islamschule, „Einladung zum Paradies e.V.“, ein Gebäude in Mönchengladbach mit einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern gekauft habe. Das Gebäude werde bereits als Moschee genutzt. Es soll nun auch als neues Vereinszentrum und Sitz der Islamschule genutzt werden. Die Umbauarbeiten hätten bereits begonnen. Der NRW-Verfassungsschutz sei alarmiert: „Wir wollen verhindern, dass gerade junge Menschen durch die in dem künftigen Missionszentrum vermittelte Ideologie radikalisert werden“, sagte NRW-Verfassungsschutzchefin Mathilde Koller. Salafismus sei eine islamistische Strömung, die die Sicherheitsbehörden bundesweit „sehr ernst nehmen“.

Mehr als 200 Personen erhalten zurzeit in der Islamschule eine umfangreiche Ausbildung in Deutscher Sprache. „Die besondere Gefahr, die von dieser Schule ausgeht, liegt darin, dass in wenigen Jahren viele Absolventen diese salafistische Fernuniversität verlassen werden und mit ihrem umfangreichen Wissen Tätigkeiten etwa als Freitagsprediger anstreben könnten“, warnen die Niedersachsen.

Der islamistische Terrorismus sei überwiegend vom Salafismus inspiriert. Der Leiter der Islamschule, Muhamed Ciftci, habe früher im Internet verbreitet, dass für den Abfall vom Islam die Enthauptung die angemessene Strafe sei. Selbst Versklavung Ungläubiger gelte unter Salafisten als angemessen, warnen Verfassungsschützer. ▪ Von Detlef Burrichter

Quelle: wa.de

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