Essen tauscht Wachdienst in Flüchtlingsheimen aus

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Ein Flüchtling in seinem Zimmer in einer Essener Unterkunft

ESSEN - Als Reaktion auf die Misshandlung von Asylbewerbern in mehreren Unterkünften des Landes will sich die Stadt Essen auch in ihren kommunalen Flüchtlingsheimen vom Wachdienst SKI trennen.

"Es gibt kein ausreichendes Vertrauensverhältnis mehr, auch wenn es in unseren Einrichtungen keine Vorfälle gegeben hat", sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der "WAZ". Mitarbeiter von SKI waren in Burbach wegen mutmaßlicher Körperverletzungen und Demütigungen von Flüchtlingen in die Kritik geraten. Unterdessen geht die Polizei vier Fällen von Körperverletzung in einer Flüchtlingsunterkunft des Landes in Essen nach.

In den kommunalen Unterkünften in Essen sollen nun kurzfristig lokale Sicherheitsdienste die Aufgaben von SKI übernehmen. Die Stadt arbeite aber weiterhin in fünf Einrichtungen mit dem Betreiber European Homecare (EHC) zusammen, sagte die Sprecherin. Mit EHC habe man den Austausch der Wachleute abgesprochen. EHC war vom Land als Folge des Misshandlungsskandals in der Unterkunft in Burbach vor die Tür gesetzt worden. Künftig will auch die Stadt Essen EHC häufiger überprüfen, um die Einhaltung der Betreuungsstandards zu gewährleisten, so die Sprecherin.

Unterdessen ermittelt die Polizei in Essen wegen vier Fällen von Körperverletzung in einer Flüchtlingsunterkunft des Landes. Auch hier sollen Wachleute von SKI Flüchtlinge verletzt haben. Zu Einzelheiten der laufenden Ermittlungen wollte die Polizei keine Angaben machen. Ein weiteres Verfahren richte sich gegen den ehemaligen Einrichtungsleiter, bestätigte eine Polizeisprecherin. Der Verdacht, dass der Mann den Flüchtlingen zustehende Gelder veruntreut haben könnte, habe sich aber bisher nicht erhärtet. - dpa

Quelle: wa.de

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