Erstmals weniger junge Komasäufer

DÜSSELDORF - Die Zahl der jugendlichen Komasäufer geht in Nordrhein-Westfalen offenbar erstmals seit zehn Jahren zurück.

Im vergangenen Jahr seien landesweit 6 278 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die Krankenkasse DAK gestern in Düsseldorf mit. Dies seien, mit Blick auf bislang unveröffentlichte Zahlen des statistischen Bundesamtes, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Zuvor hatte sich den Angaben nach seit 2003 die Zahl der jungen Komasäufer im Alter von zehn bis 20 Jahren von knapp 3 000 auf knapp 6 600 im Jahr 2009 mehr als verdoppelt. „Es ist erfreulich, dass gerade bei Jugendlichen unter 15 Jahren die Zahl der alkoholbedingten Krankenhausaufenthalte deutlich gesunken ist“, erklärte DAK-Landeschef Hans-Werner Veen. In der Altersgruppe zwischen zehn und 15 Jahren seien 967 Kinder und Jugendliche wegen schweren Alkoholkonsums ins Krankenhaus gebracht worden.

Dies seien 11,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der betroffenen Mädchen sei mit 545 deutlich höher als die der Jungen mit 422 gewesen. Um aus der positiven Entwicklung einen anhaltenden Trend zu machen, setze die Krankenkasse auf die Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. - epd

Quelle: wa.de

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