Erschreckende Unfallbilanz auf der A2

WESTFALEN - In den vergangenen fünf Jahren gab es 44 Tote und fast 670 Schwerverletzte: Die viel befahrenen Autobahnen rund um Bielefeld weisen erschreckende Unfallzahlen auf. Das wollen die Behörden in Ostwestfalen-Lippe jetzt gemeinsam ändern.

Nach Analyse der Polizei stehen Unfälle zwischen Autos und Lastwagen im Vordergrund.

Kein Wunder: "Der Straßengüterverkehr auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Porta Westfalica und dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen weist mit rund 20 000 Lkw landesweit das höchste Schwerverkehrsaufkommen auf", berichtete eine Polizeisprecherin. Die Behörden messen bundesweit an 2600 Abschnitten. Nur neun Strecken davon sind noch dichter befahren.

"Insbesondere auf der dreispurigen Autobahn sind die Geschwindigkeitsdifferenzen enorm: rechts Lkw, in der Mitte Richtgeschwindigkeit, links Höchstgeschwindigkeiten im Regelfall ohne Verkehrsbeeinflussungsmaßnahmen", hieß es weiter. Dadurch würden permanent Verkehrsteilnehmer zu dicht auffahren. Und weil es so voll sei, führe jede Baustelle und jeder Unfall zu Gefahrensituationen.

Die Polizei, die Bezirksregierung und der Landesbetrieb Straßenbau wollen ihre Zusammenarbeit weiter verdichten, um die Unfallzahlen zu senken. Das Landesbetrieb listete auf, dass er in den vergangenen Jahren schon einiges für die Sicherheit getan habe. "So werden rund 30 Prozent aller stauanfälligen Bauarbeiten in der Nacht oder in verkehrsschwachen Zeiten erledigt", berichtete ein Sprecher.

Auch Rüttelstreifen, die Fahrer aus dem Sekundenschlaf reißen, würden immer häufiger eingerichtet. "Auf der A33 sind inzwischen etwa 12 Kilometer Rüttelstreifen eingefräst, auf der A2 sind es 3,5 Kilometer. Es gebe ermutigende Statistiken aus Pilotprojekten: Auf der A24 in Brandenburg sei die Anzahl der Unfälle mit nach rechts von der Fahrbahn abkommenden Fahrzeugen um etwa 40 Prozent gesunken. - lnw

Quelle: wa.de

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