Ernährung: Schluss mit Essensirrtümern

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Alles ist erlaubt – nur nicht im Übermaß. Eine ausgewogene Ernährung ist der beste Weg dauerhaft gesund und fit zu bleiben.

Fit und gesund bleiben – dafür sorgt eine ausgewogene Ernährung. Allerdings halten sich noch immer viele Menschen an alte Ernährungsweisheiten, die längst wissenschaftlich widerlegt wurden. Lesen Sie hier, welche Essensregeln Sie besser für immer vergessen sollten.

Rund 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Das geht aus der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS) des Robert-Koch-Instituts hervor. Der Grund: Viele Deutsche wissen nicht, wie sie sich gesund ernähren. Schuld daran sind unter anderem Ernährungsregeln, die sie von Kind auf gelernt haben, die aber schlichtweg falsch sind.

„Diäten machen dünn“

Der Körper bekommt durch eine Diät weniger Energie zugeführt. Dieser stellt sich darauf ein und fährt seinen Grundumsatz herunter. Isst die Person nach der Diät wieder so viel wie vorher, kommt es zu dem sogenannten Jo-Jo-Effekt. Der Körper fährt immer noch auf Energiesparflamme und ist mit der plötzlich wieder vorhandenen Essensmenge überfordert. Die Kalorien, die er nicht verbrennen kann, lagert der Organismus als Fettreserven für schlechte Zeiten ein. Die Folge: Sie nehmen zu.

Wenn Sie Ihr Gewicht langfristig halten wollen, stellen Sie Ihre Ernährung um. Holen Sie sich Rat bei einem Experten zum Beispiel Ihrem Hausarzt oder einem Ernährungsberater. Hilfreich kann es auch sein, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Schnelle Antwort auf Ihre Ernährungs-Fragen bekommen Sie zum Beispiel in Internetforen.

„Spätes Essen macht dick“

Spätabendliche Völlerei führt zu Magendrücken und beeinträchtigt die Nachtruhe. Zwangsläufig dicker werden Sie dadurch jedoch nicht. Zum einen ist das Verdauungssystem nachts sogar aktiver als am Tag, zum anderen hat es auf das Kalorienkonto keinerlei Einfluss, wann gegessen wird. Es zählt nur, wie viel Sie pro Tag essen. Wenn Ihnen eine gesunde Ernährung wichtig ist, berechnen Sie entsprechend die Kalorien. Jeder Mensch braucht zwischen 1.400 und 2.000 Kilokalorien pro Tag. Rechnen Sie Ihren täglichen Verbrauch zum Beispiel mit einem Kalorienzähler aus.

„FdH lässt die Pfunde purzeln“

Eine Ernährung, die das Sättigungsgefühl nicht ausreichend befriedigt, kann langfristig niemand durchhalten. Ob Sie satt sind, beeinflusst die Essensmenge. Ist der der Magen voll, schickt er die Botschaft ans Gehirn, die Nahrungsaufnahme zu stoppen. Dabei ist egal, ob er mit energiereichen Nahrungsmitteln wie Wurst oder Chips gefüllt ist oder mit kalorienarmen wie Quark und Obst.

Wenn Sie auf die Kalorien achten, dürfen Sie auch große Mengen essen. Die Pfunde purzeln dann auch ohne „Friss die Hälfte“ (FdH).

„Fett macht fett“

Richtig ist, dass Fett mit mehr als neun Kilokalorien pro Gramm deutlich mehr Energie liefert als Kohlenhydrate oder Eiweiß mit jeweils nur vier Kilokalorien pro Gramm. Der Körper braucht aber einen gewissen Anteil an Fett. Rund 30 Prozent aller Kalorien sollen aus fetthaltigen Lebensmitteln kommen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Das entspricht etwa 70 bis 80 Gramm Fett am Tag.

Fett ist dabei nicht gleich Fett. Pflanzliche Fette sowie Fette aus Fischen sind für eine gesunde Ernährung wichtig. Tückisch sind dagegen versteckte Fette in Wurst oder Kuchen.

Quelle: wa.de

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