Pleite für Lokalradios: Metropol FM erhält Frequenzen

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DÜSSELDORF - Die Mitglieder der NRW-Medienkommission haben entschieden, dass der Sender „Metropol FM“ elf verfügbare UKW-Frequenzen nutzen kann. Dabei handelt es sich um einen Radio-Anbieter, der bereits in anderen Bundesländern - überwiegend in türkischer Sprache - zu hören ist.

Die Programm-Macher wollen gezielt hier lebende Türken ansprechen und deren Integration in Deutschland fördern. Kommissions-Vorsitzender Werner Schwaderlapp wertet den Sieger unter den elf Interessierten als den Sender, „der mehr zur Vielfalt beiträgt als die anderen Bewerber.“

Diese Argumentation hat den Ausschlag für die knappe Entscheidung zu Ungunsten eines neuen Jugendradios gegeben, das die NRW-Lokalradios unter dem Titel „deinfm“ senden und damit zusätzlich eine jüngere Zielgruppe ansprechen wollten.

Die Vertreter der Privatradios hatten geltend gemacht, dass sie gegenüber den WDR-Sendern benachteiligt würden, weil sie kein ausreichendes Alternativangebot vorhalten können. Damit werde die Refinanzierung der ohnehin unter finanziellen Einbußen leidenden Lokalradios gefährdet.

Breit angelegte Werbekampagnen mit den damit verbundenen Einnahmen könnten nicht akquiriert werden. „Metropol FM“ hat künftig zudem die Möglichkeit, weitere frei werdende Frequenzen zu belegen, sofern es keine weiteren Nachfrager gibt. - vor

Quelle: wa.de

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