Elvis-Presley-Museum in Düsseldorf eingerichtet

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Die Sammler Torsten Meck (links) und Andreas Schröer im Elvis- Presley-Museum in der Düsseldorfer Altstadt.

DÜSSELDORF - Mehr als 30 Jahre haben drei Sammler aus Gelsenkirchen über 2000 Erinnerungsstücke an Elvis Presley zusammengetragen. In Düsseldorf sind die Exponate nun ständig in einem Museum zu bewundern.

Hier das Hochzeitsgeschirr aus Graceland, dort das Notizbuch mit akribischen Auflistungen der Ausgaben des US-Soldaten Elvis Presley in Deutschland. Und dann das blaue Glitzerhemd, das der King in Las Vegas trug – eine Fundgrube für Fans des „King of Rock ‘n‘ Roll“ ist das Elvis- Presley-Museum inmitten der Düsseldorfer Altstadt.

Vom roten Fahrrad, auf dem Elvis als 14-Jähriger herumkurvte, bis zur Familienbibel aus dem Jahr 1872 haben drei Sammler aus Gelsenkirchen jahrzehntelang mehr als 2000 Erinnerungsstücke an Elvis Presley (1935-1977) zusammengetragen. Nach ihren Angaben ist es die größte private Elvis-Sammlung außerhalb der USA.

Rund 1000 der Liebhaberexponate aus den 50er bis 70er Jahren haben nun in der Düsseldorf eine ständige Bleibe gefunden. Fast 35 Jahre nach Elvis‘ Tod lässt die Schau einen sehr privaten Blick auf den „King“ zu, der noch heute tausende Fans hat und einer der weltweit erfolgreichsten Musiker war.

Der Besucher macht in dem liebevoll renovierten Kellerraum in der Altstadt eine Zeitreise in die Ära des Rock ‘n‘ Roll. Eigenhändig hat der Sammler Andreas Schröer rote Blumen um die Eingangstür gemalt, die an das Tor zu Elvis Anwesen Graceland in Memphis erinnern sollen. Als Zehnjähriger bekam der heute 46-jährige Schröer zu Weihnachten die erste Doppel-LP mit Elvis-Songs geschenkt. „Die hat das Fieber ausgelöst“, sagt er.

Fotos, Platten, Gitarren, Konzertplakate und sogar Buchhaltungsdokumente mit handgeschriebenen Verkaufszahlen von Elvis' erster Plattenfirma Sun Records stöberten Schröer und seine Freunde auf. Vor allem die Zeit, die der Meister des Hüftschwungs von Ende 1958 bis 1960 als wohl berühmtester US-Soldat in Bad Nauheim verbrachte, lebt wieder auf.

Da ist der grüne Seesack, in dem Elvis alle zwei Tage die Fanpost nach Hause schleppte. „Lieber Elvis! Ich bitte um ein Autogramm. Es grüßt Johann Martens aus Bremen“, steht auf einer Postkarte. Das in einer Vitrine ausgestellte Scheich-Outfit samt Teeservice schenkte der saudische König dem „King“, nachdem Elvis seine Suite im Nauheimer Parkhotel für den Monarchen geräumt hatte.

Auch ein Blick auf Elvis‘ Jugend gestattet die Schau. Die Highschool-Jahrbücher des späteren Superstars kauften die Sammler seinem Onkel ab; sie fanden auch den Wimpel, der über Elvis‘ Bett hing. Die Verehrung für Elvis ist so groß, dass sogar die benutzten Bühnentücher voll Schweiß und Schminke nun museumswürdig sind. - dpa

Täglich 11-19 Uhr, langer Donnerstag bis 22 Uhr; Eintritt: 8,50 Euro, Kinder: 4 Euro

Quelle: wa.de

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