in Hamm und Bönen

Massendurchsuchung in 41 Wohnungen: Spezial-Einheit Cybercrime kämpft gegen Verbrechen an Kindern

Computer mit Binärcode
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Der Besitz von Kinderpornografie und weitere Straftaten werden den Beschuldigten vorgeworfen.

Es geht um Verbrechen gegen Kinder und weitere Straftaten. In NRW findet derzeit mehrere Hausdurchsuchungen der Einheit Cybercrime statt.

Hamm/Köln - Auf Veranlassung der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) in Nordrhein-Westfalen werden seit Donnerstagmorgen landesweit Durchsuchungsbeschlüsse gegen 56 Beschuldigte wegen des Verdachts der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinderpornographischer Schriften vollstreckt. 41 Wohnungen - unter anderem eine in Hamm und eine in Bönen - sind durchsucht worden. Nach WA-Informationen gab es einen solchen Einsatz in der Hammer Stadtmitte.

330 Datenträger wurden bislang sichergestellt. Haftbefehle wurden nicht vollstreckt, teilte die Staatsanwaltschaft Köln mit. Die Ermittlungsmaßnahmen resultierten nicht aus der „EG Berg“ (Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach) beziehungsweise dem Münsteraner Ermittlungskomplex „EK Rose“. Sie beruhten überwiegend auf Mitteilungen des National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC). Hierbei handele es sich um eine Organisation aus den USA, die Hinweise im Zusammenhang mit Straftaten gegen Kinder entgegennimmt und sie an die für die weiteren Ermittlungen zuständigen Behörden in den USA und im Ausland weiterleitet. Bereits am 1. Oktober hatte es eine NRW-weite Durchsuchungsaktion (80 Beschuldigte, 64 Objekte) aufgrund von Hinweisen aus den USA gegeben.

Die Durchsuchungsmaßnahmen richteten sich sämtlich gegen Beschuldigte, die sich beziehungsweise anderen vor allem über soziale Netzwerke kinderpornographische Inhalte verschafft haben sollen. Teils seien die Beschuldigten über WhatsApp miteinander verbunden gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Einen Hauptbeschulduigten gebe es in dem Verfahren nicht. Einzelne Beschuldigte hätten sich bereits geständig eingelassen. Darüber hinaus hätten sich Anhaltspunkte zu weiteren Straftaten (unerlaubter Besitz von Schusswaffen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz) ergeben. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauere an.

Die Durchsuchungen beziehen sich auf Wohnanschriften in Bad Laasphe (2), Baesweiler (2), Bielefeld (1), Bönen (1), Burbach(1), Brüggen (1), Dinslaken (1), Dortmund (2), Duisburg (1), Düsseldorf (1), Essen (2), Grevenbroich (1), Gütersloh (1), Haltern am See (1), Hamm (1), Hamminkeln (1), Hövelhof (1), Kamp-Lintfort (1), Kerpen (1), Krefeld (2), Lünen (1), Mechernich (1), Minden (1), Much (1), Nieheim (1), Oberhausen (2), Rheinberg (2), Rheine (1), Schermbeck (1), Solingen (1), Versmold (2), Willebadessen (1), Wuppertal (1).

Die Einsatzmaßnahmen dauern gegenwärtig noch an. Es konnten bislang über 330 Datenträger sichergestellt werden, einzelne Beschuldigte haben sich bereits geständig eingelassen. Darüber hinaus haben sich Anhaltspunkte zu weiteren Straftaten (unerlaubter Besitz von Schusswaffen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz) ergeben. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an.

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