Einsatz in Lüdenscheid

Frau startet Auto, alle Warnlichter blinken - Katze im Motor

Die verängstigte Katze sitzt im Motorraum eines Mercedes fest. Durch einen Einsatz der Feuerwehr Lüdenscheid kann das Tier befreit werden.
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Die verängstigte Katze sitzt im Motorraum eines Mercedes fest. Durch einen Einsatz der Feuerwehr kann das Tier befreit werden.

Die Feuerwehr hat am Donnerstagmittag an der Schillerstraße eine eingeklemmte Katze gerettet. Kurz nach zwölf Uhr rollen drei Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene an und halten vor dem Tiefgarageneingang des Medienhauses Lüdenscheider Nachrichten. Im Motorraum eines dort abgestellten Mercedes steckte eine Katze fest.


Lüdenscheid – Als Bettina Rump-Hüster ihren Wagen am Dienstag nach gut zweieinhalb Wochen erstmals wieder startet, kommt sie nur einen Meter weit. „Fast alle Warnleuchten haben geblinkt“, sagt sie. Schon beim Öffnen der Motorhaube kommt ihr ein übler Gestank entgegen, an der Unterseite der Motorhaube kleben jede Menge Haare. Auch bei genauerem Hinsehen sei keine Katze oder ein anderes Tier zu erkennen gewesen, sagt sie. „Ich dachte, ein Marder ist im Motorraum verendet.“ Sie ruft ihre Werkstatt an, dort gibt man ihr einen Termin für Freitag.

Am Donnerstagmittag blickt Rump-Hüster noch einmal unter die Motorhaube und entdeckt schließlich doch eine scheue Katze, die eindeutig am Leben ist. Sie ruft erneut in der Werkstatt an. Die verweist sofort an die Feuerwehr.

Mit Blaulicht und Martinshorn rücken die neun Einsatzkräfte zur Tierrettung an, um die „Samtpfote“ aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Das ermattete Miauen des Tieres schallt durch die Tiefgarage. Den Feuerwehrleuten ist schnell klar, dass eine Befreiungsaktion nur von unterhalb des Fahrzeugs gelingen kann, und holen das benötigte Gerät aus den Fahrzeugen.

Die Feuerwehr versuchte die Katze zu befreien.

Mit einem elektrischen Luftpolsterkissen und mehreren Holzblöcke soll der Mercedes aufgebockt, die untere Motorenabdeckung entfernt werden. Dies scheint zunächst nicht zu funktionieren, bei der Leitstelle wird ein Wagenheber bestellt. Kaum ist der Funkspruch abgesetzt, wird der erste Versuch doch noch von Erfolg gekrönt – der Wagenheber bleibt auf der Wache.

Samtpfote aus Metallfalle gerettet

Samtpfote aus Metallfalle gerettet
Samtpfote aus Metallfalle gerettet
Samtpfote aus Metallfalle gerettet
Samtpfote aus Metallfalle gerettet
Samtpfote aus Metallfalle gerettet

Die Öffnung ist immer noch sehr eng, dennoch kann die Katze zur offenen Lücke bugsiert werden. Als ein Feuerwehrmann versucht, sie zu greifen, springt sie wieder zurück in den Motorraum. Mittlerweile ist das Tier so verängstigt, dass es uriniert – auf den Kopf des Retters unter dem Auto. Beim zweiten Versuch gelingt es den Rettungskräften dann doch, die Katze zu fassen. Das Tier ist verletzt. Auf dem Rücken klafft auf Gesäßhöhe eine blutige Wunde. Nach Rücksprache mit der Leitstelle bringt ein Brandmeister das Tier direkt zu einem Tierarzt. Gegen 13 Uhr ist der Einsatz an der Schillerstraße beendet. Beim Tierarzt stellt sich heraus, das die Katze keine lebensgefährlichen Verletzungen davon getragen hat und gechippt ist. Die Besitzerin wurde bereits informiert.

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