Einen Router kaufen – das ist wichtig

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Mit dem richtigen Router macht das Surfen im Internet Spaß.

Geht es ums Internet, sprechen die meisten davon, wie schnell ihre Leitung ist. Dabei ist es mindestens ebenso wichtig, was der Router kann. Denn die schnellste Verbindung nützt Ihnen wenig, wenn es an der Schnittstelle zwischen Netz und Rechner hakt. Lesen Sie, wie Sie das passende Gerät finden.

Je mehr Funktionen desto teurer

Ein guter Router für den Privathaushalt ist heute für rund 70 Euro im Handel zu haben. Wie bei einem Auto gilt: Mehr Ausstattung kostet auch mehr Geld. Wenn Sie also ein Gerät mit vielen Zusatzfunktionen kaufen, werden Sie dafür schnell einen höheren dreistelligen Betrag los. Überlegen Sie darum genau, wie Ihr Router ausgestattet sein soll. Wenn Sie nicht nur per Funk sondern auch über Kabel ins Internet wollen, braucht das Gerät zum Beispiel eine leistungsfähige LAN-Schnittstelle, die Ihren Rechner per Kabel mit dem Internet verbindet. In der Regel werden heute ein-Gigabyte-Anschlüsse verbaut. Damit sind – einen entsprechenden Internetzugang vorausgesetzt – auch große Downloads in kurzer Zeit möglich.

Wenn Sie heute einen neuen DSL-Vertrag bei einem Anbieter wie der Telekom, 1&1 oder O2 abschließen, wird Ihnen meist ein Router gestellt. In der Regel sind das aktuelle Geräte von Fritzbox, Asus oder Netgear, die Sie mieten oder kaufen können. Überlegen Sie sich auch hier genau, was Ihr Gerät leisten soll, sonst zahlen Sie womöglich für Features, die Sie nicht brauchen.

Was braucht der Router?

Das WLAN-Modem ist eines der wichtigsten Bauteile moderner Router. Das Übertragungstempo spielt dabei eine große Rolle. Heutige Geräte senden und empfangen nach einer Norm des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) mit einer Geschwindigkeit zwischen zwei Mbit/s (Norm 802.11) und 600 Mbit/s (Norm 802.11n). Diese Normen sind auf den Geräten oder der Verpackung angegeben.

Von Vorteil ist ein sogenannter Dualband-Router, der auf zwei unterschiedlichen Frequenzen arbeitet. Wenn der eine Kanal gestört ist, weicht das Gerät auf den anderen aus – so haben Sie immer besten Empfang. Damit dieser in der kompletten Wohnung nutzbar ist, ist auch die Reichweite des Routers von Bedeutung. In der Regel überbrücken aktuelle Modelle eine Strecke zwischen 30 und 100 Metern – im Freien. In einer Wohnung, in der Beton, Stahl und Gipskarton im Weg sind, reduziert sich die Reichweite deutlich. Lassen Sie sich nicht von der Anzahl der Antennen des Routers täuschen: Oft schafft ein Gerät mit einer Antenne mehr als ein anderes.

Ebenfalls praktisch sind mehrere USB-Anschlüsse, möglichst der neuesten Generation USB 3.0. Damit werden Drucker oder externe Festplatte direkt am Router angeschlossen. Das hat den Vorteil, dass Sie auch von Tablet oder Smartphone Zugriff darauf haben – der PC muss nicht eingeschaltet sein.

Die meisten Geräte verfügen über einen oder zwei installierte Telefonanschlüsse. Wenn der Router auch als Fernsprechzentrale genutzt werden soll, braucht er eine integrierte DECT-Basisstation (Digital Enhanced Cordless Telecommunications, ein internationaler Standard für schnurlose Telefone). Damit ist es möglich, mehrere Apparate zu verwalten.

Fast alle Hersteller geben den Funktionen Ihrer Router eigene Namen. Prüfen Sie daher vor dem Kauf genau, ob die Features dem entsprechen, was Sie brauchen. Auch ein Preisvergleich und eine Recherche nach Testergebnissen im Internet wird damit erleichtert.

Selbst einstellen

Egal, ob Sie Ihren Router aus dem Fachmarkt oder vom Provider haben – konfigurieren müssen Sie ihn selbst. Das funktioniert über ein sogenanntes Webinterface. Das ist eine eigene Website, auf die Sie zugreifen und auf der alle Einstellungen des Routers vorgenommen werden. Wenn Sie nicht zurechtkommen, suchen Sie nach Anleitungen im Internet – sofern Sie ohne den Router ins Netz kommen, zum Beispiel mit dem Smartphone.

Quelle: wa.de

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