St.-Josefs-Hospital

Schuss in Krankenhaus: Dortmunder Arzt nicht mehr in Lebensgefahr - Tatmotiv scheint geklärt

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Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.

[Update] Dortmund - Im Dortmunder St.-Josefs-Hospital wurde am Dienstagnachmittag ein Arzt durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Am Mittwochmittag teilte die Polizei weitere Hintergründe mit.

Der Arzt wurde am Dienstagnachmittag um kurz nach 14 Uhr durch einen Schuss im St.-Josefs-Hospital in Dortmund-Hörde verletzt. Der Mediziner schwebte nach einer Notoperation am Dienstag zunächst weiter in Lebensgefahr. Am Mittwoch gab es dann eine erste gute Nachricht von der Polizei: "Nach der sofortigen operativen Versorgung des Geschädigten befindet sich dieser nicht mehr in akuter Lebensgefahr."

Nach Informationen der Ruhrnachrichten sei dem Opfer, einer der Chefärzte der Klinik, in den Bauch geschossen worden. Am Mittwoch bestätigten die Ermittler, dass es sich bei dem Schützen um einen Patienten des Hospitals handelte; er soll von dem Arzt behandelt worden sein.

Die polizeilichen Ermittlungen erbrachten einen dringenden Tatverdacht gegen einen 78-jährigen Dortmunder aus dem Ortsteil Syburg. 

Nach der Tat konnte der mutmaßliche Täter zunächst unerkannt flüchten konnte. Nach dem Mann wurde unter Hochdruck gefahndet. Um kurz nach 18 Uhr am Dienstag twitterte die Dortmunder Polizei, er sei von Einsatzkräften tot aufgefunden worden. 

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Dortmund sagte der dpa, der Mann habe sich in seiner Wohnung selbst getötet. 

In dem Krankenhaus sei mindestens ein Schuss gefallen. Laut Polizeiangaben wurde am Tatort eine Schusswaffe sichergestellt. "Bei dieser Waffe handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um die Tatwaffe."

Laut Bild-Informationen soll der Täter aus dem Fenster geflohen und zu Fuß entkommen sein.

Die Ruhrnachrichten berichten, dass der mutmaßliche Täter zuvor bei dem Arzt in Behandlung gewesen sei. Er machte sein Opfer für seine Rückenschmerzen verantwortlich. Staatsanwalt Henner Kruse sagte dem Portal: "Er hatte die Schuld bei dem Arzt gesucht, das war offenbar das Motiv für die Tat."

Der 78-Jährige sei vor einem Jahr von dem Mediziner operiert worden. Anschließend habe er über Rückenschmerzen geklagt. Am Dienstagmittag sei der mutmaßliche Täter dann ohne einen Termin ins Krankenhaus gekommen und habe sich zunächst im Wartebereich der „Zentralen Aufahmestelle und Diagnose“ aufgehalten, wo auch sein späteres Opfer zu dieser Zeit Dienst hatte.

Sein Weg soll ihn in das Büro des Mediziners geführt haben, wo er noch eine Krankenschwester bedroht haben soll. Woher er die Waffe stammt, sei noch unklar - im Besitz eines Waffenscheins war der 78-Jährige laut Staatsanwaltschaft nicht.

Polizei schließt Gefahr für Bevölkerung aus

Die Polizei Dortmund war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Hinweise auf Gefahren für die Bevölkerung lagen nach Behördenangaben nicht vor. 

Etwa zwei Stunden nach der Tat konnte das Krankenhaus wieder betreten und verlassen werden, Absperrungen wurden aufgehoben. Zuvor hatten zum Teil schwer bewaffnete Beamte das Gebäude durchsucht. 

Arzt in Dortmunder Krankenhaus angeschossen und lebensgefährlich verletzt

Das Hospital befindet sich in der Nähe des bei Touristen beliebten Phoenixsees am Fuß des Clarenbergs, der größten Hochhaussiedlung Dortmunds.

Wir berichten weiter.

Quelle: wa.de

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