Sorge über Popularität von E-Tabakwaren

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Köln - Obwohl das Rauchen bei jungen Leuten mehr und mehr out ist, sind E-Shishas und E-Zigaretten einer Umfrage zufolge in ihrem Leben längst präsent. Danach kennen neun von zehn Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren E-Zigaretten, 15 Prozent haben sie schon einmal ausprobiert, teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung am Donnerstag in Köln mit.

E-Shishas seien 73 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe ein Begriff. 21 Prozent haben sie schon mindestens einmal ausprobiert.

Obwohl das Rauchen bei vielen Jugendlichen längst nicht mehr in sei, zeige die Studie, "dass bunte, peppige E-Shishas und E-Zigaretten eine große Anziehungskraft ausüben und diesen positiven Trend umkehren können", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, im Vorfeld des Weltnichtrauchertages am 31. Mai.

Forderung nach Verboten der Elektro-Waren

Seit dem Jahr 2012 seien sowohl die Bekanntheit als auch das Ausprobieren von E-Zigaretten unter Jugendlichen gestiegen. Deren Verbreitung ist jetzt zum ersten Mal erhoben worden, deshalb liegen bisher keine Vergleichswerte vor. Mortler bekräftigte ihre Forderung nach einem Verbot dieser elektronischen Waren: "Das Abgabe- und Rauchverbot im Jugendschutzgesetz, das aktuell nur für Tabakwaren gilt, muss auf alle elektronischen Produkte ausgeweitet werden." Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) habe ihre Anregung aufgegriffen und bereits eine Änderung des Jugendschutzgesetzes angekündigt, sagte Mortler.

E-Zigaretten und E-Shishas seien alles andere als harmlos. Gerade die zum Teil kaum bekannten inhaltlichen Zusatzstoffe bergen nach ihren Worten große gesundheitliche Gefahren. Die Zahl der Jugendlichen in Deutschland, die Zigaretten rauchen, ist dagegen weiter gesunken.

Raucheranteil ist deutlich zurückgegegangen

Im Jahr 2001 rauchten 27,5 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen, aktuell sind es 9,7 Prozent - ein historischer Tiefstand. "Diese Zahlen sind ein Beleg für nachhaltige Präventionserfolge bei Jugendlichen. Der Trend zum Nichtrauchen ist ungebrochen", sagte Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale.

Vor diesem Hintergrund sei "das zunehmende Ausprobieren von E-Shishas und E-Zigaretten bei den Jüngeren Anlass zur Besorgnis." - epd

Quelle: wa.de

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