Hells-Angels-Rocker: Arm wurde nach Tod abgetrennt

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Symbolbild

DUISBURG - Arm wurde nach Tod von Hells-Angels-Rocker abgetrennt Ein Angler entdeckt im Rhein bei Duisburg einen tätowierten rechten Unterarm. Er wurde einem 33-jährigen Rocker der Hells Angels abgetrennt - nach dessen Tod.

Grausige Gewissheit: Der von einem Angler im Rhein bei Duisburg entdeckte Arm ist vom Körper eines toten Hells-Angels-Rockers abgetrennt worden. Das bestätigten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag - zehn Tage nach dem Fund. Der Arm sei nach dem Tod des 33-jährigen Duisburgers abgetrennt worden.

Er sei komplett tätowiert, unter anderem mit der "81" - die Zahl steht für die Anfangs-Buchstaben der Hells Angels. Der Rest der Leiche ist trotz intensiver Suche verschwunden. Eine elfköpfige Mordkommission ermittelt in dem Fall und geht davon aus, dass Kai M. umgebracht wurde. Das Opfer konnte anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert werden, sagte ein Sprecher der Duisburger Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur dpa.

Der Arm sei gezielt abgetrennt worden und nicht etwa von einer Schiffsschraube, sagte ein Polizeisprecher. Zu einem Medienbericht, wonach noch weitere Rocker verschwunden seien, sagte Staatsanwalt Garip Günes-Böhm: "Dafür haben wir überhaupt keine Hinweise." Entgegen Medienberichten sei der Arm auch nicht mit dem Treue-Gelöbnis "AFFA" ("Angels forever - forever Angels") der Hells Angels tätowiert. Über Hintergründe der Tat äußerten sich die Ermittler nicht.

Duisburg gilt als Epizentrum der Revierkämpfe der rivalisierenden Rockergruppen Hells Angels, Bandidos und Satudarah. Immer wieder war es dort in den vergangenen Jahren zu Gewaltausbrüchen gekommen. In der Ruhrgebietsstadt ist ein enormes Rotlichtviertel, das Vulkanviertel, entstanden. In den Bordellen treten Hells Angels und Bandidos als Security-Personal und als Wirtschafter auf.

Bereits vor fünf Jahren hatten die Rocker-Kämpfe in Duisburg ein Todesopfer gefordert: Der Bandido-Rocker "Eschli" war 2009 durch einen Hells-Angels-Rocker getötet worden. Im aktuellen Fall von Kai M. wird aber auch nicht ausgeschlossen, dass der 33-Jährige einem internen Machtkampf der "Höllenengel" zum Opfer gefallen ist - oder als Abtrünniger oder Verräter getötet worden sein könnte.

Im vergangenen Jahr war bei Auseinandersetzungen im Rocker-Milieu in Nordrhein-Westfalen mehrfach scharf geschossen worden. Mehrere Rocker wurden verletzt. Die Polizei hatte die Revierkämpfe mit Vereinsverboten und Hunderten Einsätzen einzudämmen versucht.

Erst am Donnerstag hatten Spezialeinheiten Wohnungen von Hells-Angels-Rockern in Duisburg und Moers gestürmt und dabei auch Türen aufgesprengt. Die Durchsuchungen hätten mit den Mord-Ermittlungen aber nichts zu tun gehabt, hieß es. - lnw

Quelle: wa.de

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