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Giftige Blaualgen entdeckt: Stadt verbietet Baden in Duisburger See

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Von: Benjamin Stroka

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Badeverbot mitten im Sommer: Die Stadt Duisburg hat das Baden im Kruppsee verboten. Der See ist von giftigen Blaualgen befallen.

Duisburg – Der Kruppsee in Duisburg gehört vor allem an heißen Sommertagen zu den beliebten Anlaufstellen in der Ruhrgebietsmetropole. Doch genau dort hat die Stadt nun das Baden verboten, berichtet 24RHEIN. Der Grund: Blaualgen wurden im Kruppsee entdeckt. Diese sind giftig und können zu gesundheitlichen Problemen führen.

Blaualgen im Kruppsee – Badeverbot in Duisburg-Friemersheim

„Bei einer heutigen Kontrolle stellten Mitarbeiter des Gesundheitsamtes fest, dass der See von Blaualgen befallen ist“, teilt die Stadt mit. Im See selbst darf daher nicht mehr geschwommen oder gebadet werden. Das Verbot gilt vorerst bis Sonntag (7. August). Das ebenfalls am Kruppsee liegende Freibad ist aber weiterhin geöffnet, da es auch über separate Schwimmbecken verfügt.

Luftbild vom Kruppsee in Duisburg.
Der Kruppsee in Duisburg ist ein beliebtes Badeziel. © Hans Blossey/Imago

Kruppsee in Duisburg

Der Kruppsee ist ein Baggersee im Stadtteil Friemersheim (Stadtbezirk Rheinhausen) in Duisburg. Er entstand einst durch die Auskiesung des Bereichs, den die namensgebende Firma Krupp mit ihrer Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG durchgeführt hatte. Über die Jahre wurde der Baggersee, der bis zu sieben Meter tief ist, ein beliebter Anlaufpunkt für Badegäste und Angler. Zudem liegt am Kruppsee auch das Freibad Kruppsee, mit zusätzlichen Schwimmbecken.

Duisburg: Kruppsee von Blaualgen befallen – wie gefährlich sind die Bakterien?

Bei Blaualgen handelt es sich, anders als der Name vermuten lässt, nicht um Pflanzen, sondern um Bakterien. Sie befinden sich überall in Gewässern und sind im normalen Ausmaß nicht gefährlich. Das ändert sich, wenn sie sich zu stark vermehren und dann in Massen vorkommen. Denn Blaualgen produzieren Giftstoffe. Vor allem hohe Temperaturen über einen längeren Zeitraum, viel Sonnenschein und wenig Wind fördern ihr Wachstum. „Werden nun zusätzlich noch Nährstoffe aus landwirtschaftlicher Düngung in die Gewässer eingetragen, kann dies zu einer Massenentwicklung der Blaualgen führen, sodass gesamte Gewässer von den Algen befallen werden können“, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.

Kommt Haut direkt mit diesem belasteten Wasser in Kontakt, kann das zu Reizungen der Haut und der Schleimhaut, allergischen Reaktionen, Bindehautentzündungen sowie Ohrenschmerzen führen. Auch Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen können durch Blaualgen ausgelöst werden. Daher sollen Blaualgen beim Schwimmen nicht verschluckt werden. „Dies gilt auch für schwimmende Hunde“, betont ein Sprecher der Stadt Duisburg. Auch Fische aus von Blaualgen befallenen Seen sollten nicht gegessen werden. (bs)

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