Duin: NRW und Fukushima rücken wirtschaftlich enger zusammen

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DÜSSELDORF/FUKUSHIMA - Drei Jahre nach der Dreifachkatastrophe von Fukushima haben die japanische Provinz und NRW eine engere Zusammenarbeit auf den Weg gebracht.

Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) sagte am Dienstag in Fukushima, das bevölkerungsreichste Bundesland habe sich zwar auch schon am Wiederaufbau nach Erdbeben, Tsunami und Super-Gau im Atomkraftwerk Fukushima beteiligt. Vor allem gehe es aber darum, langfristig "Win-Win-Situationen" für die Wirtschaft zu schaffen. "Auf diesem Weg sind wir heute einen Schritt vorangekommen."

Konkret wollen NRW und die japanische Präfektur nach Mitteilung des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums in der Medizintechnik enger kooperieren. In Schlüsseltechnologien wie Elektromobilität, Nanotechnologie oder erneuerbare Energien arbeiten NRW und Japan bereits seit längerem intensiv zusammen.

Duin zufolge - er hatte sich über den Stand des Wiederaufbaus in Fukushima informiert - treibt die Präfektur mit hohem Engagement die Internationalisierung seiner Wirtschaft voran. Erdbeben und Tsunami im März 2011 hatten rund 19 000 Todesopfer gefordert und eine atomare Katastrophe ausgelöst. Die Stilllegung des havarierten Atomkraftwerks in Fukushima wird nach Experten-Einschätzung viele Jahre dauern.

In der NRW-Landeshauptstadt ist die größte japanische Gemeinde in Kontinentaleuropa angesiedelt - mit gut 500 Unternehmen und mehr als 12 000 Japanern. Duin ist noch bis Donnerstag mit einer Wirtschaftsdelegation in Japan. - dpa

Quelle: wa.de

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