Silhouette von Klimaaktivistin Greta Thunberg eingearbeitet

"Fridays for Future": Mit der Drohne über einen ganz besonderen Irrgarten

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Er hat es wieder getan – und dieses Mal ist seine Zeichnung im Feld aktueller denn je: Seit über zehn Jahren fräst Bauer Benedikt Lünemann ein riesiges Labyrinth in das Maisfeld direkt neben dem Familienhof in Lünen-Cappenberg. Das Motiv zeigt dieses Mal eine Silhouette der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg mit dem Schriftzug „Fridays for Future“

Lünen - „An diesem Motiv sind wir dieses Mal einfach nicht vorbei gekommen, es lag auf der Hand“, sagt der junge Landwirt. Lünemann hat sich mit seinen Mais-Labyrinthen in den vergangenen Jahren schon einen enormen Ruf erarbeitet. 

Die Motive auf dem 2,7 Hektar großen Feld sind riesengroß und in ihrer Pracht nur aus der Luft zu erkennen. 

Auch dieses Mal hat der 39-Jährige Wege in einer Länge von über zwei Kilometer in das Maisfeld gemäht, um das „Fridays for Future“-Motiv zu erstellen. „Es ist schon jede Menge Arbeit“, sagt Lünemann, der früh im Jahr mit den Planungen beginnt.

App und GPS weisen den Weg durch den Mais

Mittlerweile bedient sich der Jungbauer der modernsten Technik, um seine riesige Zeichnung aufs Feld zu zaubern. Wenn er mit seinem Balkenmäher, einer landwirtschaftlichen Maschine zum Mähen von Getreide und dünnen Gehölzen, loszieht, lässt er sich per App und GPS mit seinem Smartphone leiten, um das vorgegebene Motiv umzusetzen. „Ansonsten wäre das kaum machbar“, sagt Lünemann.

Ursprünglich sollten die Labyrinthe als Werbung für das vor gut zehn Jahren eingerichtete Hof-Café dienen. Mittlerweile sind künstlerisch gestalteten Irrgärten im Mais die Hauptattraktion. 

Schulklassen erkunden das Labyrinth

Innerhalb des Labyrinths warten kleine Spielstationen oder andere Überraschungen auf die Kinder, die sich in den Irrgarten aus Mais wagen. 

Immer wieder kommen ganze Schulklassen, um auf den gut zwei Meter breiten Wegen durch die Labyrinthe zu laufen. Bei dem aktuellen Motiv dürfte der Andrang besonders groß werden.

Fußball-WM war auch schon mal Thema

Der Umweltschutz war schon einmal Thema, im Jahr 2017 wählte Lünemann als Motiv eine weinende Erdkugel mit Fieberthermometer im Mund. Es war sein Beitrag zum Thema Erderwärmung und wurde durch die Ankündigung der USA angeregt, aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen zu wollen. Im vergangenen Jahr hatte er Motiv passend zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ausgewählt.

Das Labyrinth wird noch bis zum Oktober, wenn der Mais geerntet wird, stehen bleiben. Lünemann wird die Wege bis dahin noch ein, zwei Mal nachschneiden müssen. Danach wird der Mais an die Bullen verfüttert. 

Und Benedikt Lünemann anfangen, sich darüber Gedanken zu machen, welches Motiv er 2020 in sein Feld fräsen wird.

Quelle: wa.de

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