62-Jährige bereits im August verstorben

Drittes Todesopfer durch Legionellen-Erkrankung

WARSTEIN - Die Zahl der Todesopfer nach der Legionellen-Erkrankungswelle in Warstein wurde gestern auf drei korrigiert. Wie die Staatsanwaltschaft in Arnsberg erklärte, seien die Legionellen auch bei einer 62-jährigen Beleckerin ursächlich für ihren Tod gewesen.

Sie war am 26. August im Krankenhaus „Maria Hilf“ nach einer behandelten Lungenentzündung gestorben – an dem Morgen, als sie eigentlich als geheilt entlassen werden sollte. Damals hatte das Krankenhaus umgehend die Staatsanwaltschaft informiert, die aufgrund der ungeklärten Todesursache eine Obduktion der Frau veranlasst hatte.

Die 62-Jährige sei nach Auskunft des Gerichtsmediziners erheblich vorbelastet gewesen, erklärte gestern der in Zusammenhang mit den Legionellen-Erkrankungen ermittelnde Staatsanwalt Marco Karlin der Arnsberger Staatsanwaltschaft. „Ohne die Legionellen-Infektion würde sie aber noch leben.“ Offen sei bislang aber noch das Ergebnis der Subtyp-Untersuchung, die letzte Gewissheit gibt, ob es sich um die gleichen Erreger wie bei den anderen Patienten gehandelt hat.

Bisher waren die Behörden davon ausgegangen, dass zwei Männer an den Folgen einer Infektion mit Legionellen gestorben sind. Das erste Todesopfer war am Donnerstag, 15. August, zu beklagen – ein 47-jähriger Mann einer Wohngruppe des LWL erlag der Infektion. Er hatte zuvor über Unwohlsein geklagt, hatte sich aber nicht in ärztliche Behandlung begeben. Ein 53-jähriger Mann aus Hirschberg war in der Nacht von Freitag, 16. August, auf Samstag, 17. August, auf der Intensivstation des Krankenhauses „Maria Hilf“ gestorben. - clg

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Quelle: wa.de

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