Ermittlungen sind abgeschlossen

Brand in Reihenhaus: Funkenflug vom Holzkohlegrill ist die Ursache

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[Update] In Drolshagen brannte am Samstag ein großes Reihenhaus. Die drei Gebäudeteile sind wohl unbewohnbar. Der Sachschaden ist immens, mittlerweile steht auch die Brandursache fest.

Drolshagen - Die Feuerwehr wurde zunächst wegen eines brennenden Carports in die Gerberstraße alarmiert, aber noch während der Anfahrt wiesen zahlreiche Notrufe auf einen umfangreicheren Brand hin. Da befürchtet wurde, dass sich noch Personen in dem Gebäude befinden, wurde nochmals nachalarmiert. 

Dies bewahrheitete sich glücklicherweise nicht. Personen sind nicht zu Schaden gekommen, die Polizei schätzt einen Sachschaden von rund 350.000 Euro. Beamte der Olper Kriminalpolizei haben am Mittwoch unter Hinzuziehung eines Brandsachverständigen festgestellt, dass der Brand durch einen Funkenflug „nach fahrlässigem Umgang mit einem Holzkohlegrill verursacht wurde.“ Das teilt die Polizei mit. 

Wenige Meter von dem Wohnhaus entfernt stand ein Schuppen, in dem Holz gelagert wurde. „Zur Zeit der Brandentstehung wehte ein starker Wind. Dadurch löste ein Grill, der in der Nähe stand, einen Funkenflug aus,“ so die Polizei weiter. Diese Funken griffen auf den Holzstapel in dem Schuppen über und entfachten das Feuer. Der Brand weitete sich daraufhin auf den gesamten Hauskomplex aus.

Löschangriffe mit bis zu fünf Rohren pro Hausseite

Die Löscharbeiten konzentrierten sich auf das Schieferdach der Häuserzeile. Zeitweise erfolgten die Löschangriffe mit bis zu fünf Rohren auf jeder Häuserseite. Der Einsatz für die etwa 50 Kräfte zog sich bis in die Abendstunden. 

Reihenhaus in Drolshagen in Flammen

Wie schwierig der Einsatz war, erklärte Benjamin Stracke, Pressesprecher der Drolshagener Feuerwehr, am Samstag: „Einen Innenangriff können wir noch nicht starten, da Zwischendecken einsturzgefährdet sind.“ Lediglich auf der weniger stark betroffenen Giebelseite konnten Feuerwehrleute per Steckleiter auf den Dachboden gelangen und dort gegen die Flammen kämpfen. Eine konkrete Einsturzgefahr für die ganzen Häuser sah Stracke zwar nicht, konnte dies aber auch nicht ausschließen. Niemand wisse, wie es darin aussieht, unbewohnbar seien die Häuser aber mit hoher Wahrscheinlichkeit. 

Erhebliche Verkehrsbehinderungen

In der Drolshagener Innenstadt hatte der Einsatz zunächst für erhebliche Verkehrsbehinderungen gesorgt, da die Hauptstraße gesperrt werden musste. 

Beteiligt war auch das Deutsche Rote Kreuz. Die Ehrenamtlichen hatten den zunächst mit drei Rettungswagen vertretenen Regelrettungsdienst abgelöst. Aufgrund des Alarmierung waren auch der leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter des Rettungsdienstes vor Ort.

Quelle: wa.de

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