Mindestens 2,3 Promille im Blut

Dreifacher Saunatod Folge von Alkohol und Müdigkeit

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Die Rückserite des Hauses in Ennepetal, in dem die Männer in der Sauna starben.

ENNEPETAL - Die drei Männer, die nach einer Nikolausfeier in Ennepetal in einer Sauna starben, wurden vermutlich Opfer von Alkohol und Müdigkeit. Das hat ein toxikologisches Gutachten ergeben.

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Bei den drei Männern, dem Firmenchef und zwei Mitarbeitern, seien Alkoholkonzentrationen von mindestens 2,3 Promille gemessen worden, teilte am Freitag die Staatsanwaltschaft Hagen mit.

Aufgrund des Alkohols seien die übermüdeten Männer mutmaßlich in der Sauna des Chefs eingeschlafen und dann einem Herz-Kreislaufversagen erlegen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es bislang nicht.

Am 8. Dezember hatte ein Mann in der Sauna eines Hauses an der Feldstraße in Ennepetal-Voerde drei männliche Leichen entdeckt. Bei einem der Toten handelt es sich um einen 36-jährigen Schalksmühler. Die Todesursache war bisher unklar.

Wie Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli erklärt, sind die toxikologischen Untersuchungen des Blutes der drei Männer bislang noch nicht abgeschlossen. Dennoch geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Männer wegen des Alkoholkonsums in Kombination mit der Wärme gestorben sind. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich schnell heraus, dass ein technischer Defekt der Elektro-Sauna ausgeschlossen werden kann. Messungen der Feuerwehr hatten ergeben, dass keine erhöhten Kohlenmonoxid-Werte vorlagen.

Die Nikloausfeier zog sich in dem metallverarbeitenden Betrieb bis in die Morgenstunden hin. Anschließend lud der Chef einen Mitarbeiter und einen Bekannten noch in seine Privatsauna ein. Stunden später entdeckte der in der Nähe wohnende Bruder des Chefs am Mittag die drei Leichen. Die 48, 38 und 36 Jahre alten Männer lagen zusammengesunken auf den Bänken der Elektrosauna. Die Tür zur Sauna war geschlossen, aber problemlos zu öffnen. Äußere Verletzungen waren nicht erkennbar. - dpa/mc

Quelle: wa.de

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