Bergbaustollen wohl Ursache

Tagesbruch in Witten  - Drei Häuser evakuiert

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Wegen eines Tagesbruchs in Witten mussten drei Häuser evakuiert werden.

WITTEN - Schreck in einem Wittener Wohngebiet: Wegen eines Tagesbruchs müssen drei Häuser evakuiert werden. Das Bergamt lässt mit Probebohrungen nach weiteren Hohlräumen suchen.

Im Ruhrgebiet hat sich erneut die Erde aufgetan. In einem ländlichen Wohngebiet in Witten wurden nach einem vermutlich bergbaubedingtem Tagesbruch drei Wohnhäuser vorsorglich evakuiert. Am Donnerstagabend war in unmittelbarer Umgebung die Erde aufgerissen. Die Bezirksregierung Arnsberg ließ den Bruch am Freitag durch eine Spezialfirma verfüllen. Das Loch hatte nach Angaben der Behörde einen Durchmesser von rund drei Metern und war etwa ebenso tief.

Wann die Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können, ist noch unklar. Probebohrungen in der Umgebung sollen zunächst den Zustand des Untergrundes in dem Wohngebiet ermitteln. Es sei nicht auszuschließen, dass es weitere Hohlräume gebe, sagte ein Sprecher des Bergamtes. Die Behörde geht davon aus, dass ein alter Bergbaustollen aus dem 19. Jahrhundert den Tagesbruch verursacht hat.

Im Ruhrgebiet kommt es immer wieder zu Bergschäden durch Tagesbrüche. Sie entstehen durch Einstürze alter, nicht verfüllter Stollen, die häufig nicht in alten Karten verzeichnet sind. In den vergangenen Monaten hatten mehrfach Tagesbrüche und bei Probebohrungen entdeckte Altstollen wichtige Verkehrswege lahmgelegt.

So wurde die A40 bei Essen im April für mehrere Tage gesperrt, nachdem unter der Fahrbahn ein einsturzgefährdeter Bergbauschacht entdeckt worden war. Im vergangenen Dezember war der Essener Hauptbahnhof wochenlang vom Fernverkehr abgetrennt. Unter den Gleisen fanden sich ein alter Stollen und Hohlräume. Auf der A43 bei Witten musste im Januar wegen eines Hohlraumes eine Fahrtrichtung gesperrt werden. - lnw

Quelle: wa.de

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