Dortmunder haben mehr Autos als andere Großstädter

DORTMUND - In keiner deutschen Großstadt mit mehr als 500 000 Einwohnern ist die Autodichte so hoch wie in Dortmund. Das besagt eine Studie, die der Verkehrsexperte der Universität Duisburg-Essen, Ferdinand Dudenhöffer, am Montag veröffentlichte. Er hat die deutschen Städte mit mehr als 500 000 Einwohnern verglichen.

In Dortmund kommen auf 1000 Bürger 410 Autos. Ähnlich hoch ist die Zahl in Essen mit 403 Fahrzeugen. Auf Platz drei folgt mit Abstand Nürnberg mit 373 Wagen. Danach kommt Köln mit 360 Autos. Für die Berliner ist ein Pkw anscheinend sehr unsexy. In der Hauptstadt kommen nur 289 private Zulassungen auf 1000 Einwohner.

"Für die Autobauer könnte der Trend zum Verzicht auf das Auto in der Großstadt negative Folgen haben. Gerade in den Großstädten werden die gesellschaftlichen Trends gesetzt und weniger auf dem platten Land", berichtete Dudenhöffer. "Wenn nur noch 29 Prozent der Berliner sich ein Auto leisten, kann das ein Signal sein", folgerte er aus den Zahlen. "Dort, wo gute Verbindungen der öffentlichen Verkehrsträger vorliegen und Parkraum teurer ist, macht das eigene Auto weniger Spaß." Bundesweit kommen auf 1000 Menschen - sehr alte Menschen und Babys eingerechnet - 472 Wagen. "Es gilt die Regel, je ländlicher, umso mehr Autos besitzen die Bürger", erläuterte der Experte. "Oder umgekehrt, je größer die Stadt, umso weniger Autos pro Einwohner." - lnw

Quelle: wa.de

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