Tragödie in Dortmund

Schwangere stirbt in NRW an Corona: Kind lebt - 29-Jährige war ungeimpft

In Dortmund ist eine Schwangere an Corona gestorben. Die junge Frau war nicht gegen Covid-19 geimpft. Ihr Kind lebt, wird seine Mutter aber nie kennenlernen.

Dortmund - Mehr als 90.000 Menschen sind seit Beginn der Corona-Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Rund 17.000 davon lebten in Nordrhein-Westfalen. Waren es zunächst vor allem ältere Menschen, die in Verbindung mit Covid-19 ums Leben gekommen sind, sank das Durchschnittsalter der Toten im Verlaufe der Monate immer weiter. In Dortmund starb jetzt ein besonders junger Mensch.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Bevölkerung587.010 (2019)

Dortmund: Schwangere stirbt an Corona - 29-Jährige nicht geimpft

Wie die Stadt Dortmund am Freitag mitteilte, sei am vergangenen Mittwoch (15. September) eine 29-jährige Frau gestorben - „ursächlich an Covid-19“, heißt es. Besonders tragisch: Die junge Frau war schwanger. Ihr Kind sei nach Angaben des Krankenhauses per Kaiserschnitt auf die Welt geholt worden. Die positive Nachricht: Der Säugling lebt, erklärte die Stadt. Das Kind wird seine Mutter aber niemals kennenlernen.

Die 29-Jährige war der Stadt Dortmund zufolge nicht gegen das Coronavirus geimpft. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte die Corona-Impfung kürzlich auch für Schwangere empfohlen, nachdem es aufgrund mangelnder Daten lange Zeit keine klare Aussage der Experten gegeben hatte.

Dortmund: Auch junge Menschen können schwer an Corona erkranken

Der tragische Fall aus Dortmund beweist: Auch junge Menschen kann Corona hart treffen. Hieß es vor dem Auftreten der Mutationen noch, dass in erster Linie ältere Personen von schweren Krankheitsverläufen bedroht sind, erkranken momentan auch immer mehr jüngere schwer. Vor allem die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus verbreitet sich innerhalb der jungen Bevölkerung stark - und sorgt immer häufiger dafür, dass Menschen unter 30 im Krankenhaus oder sogar auf der Intensivstation landen. In Duisburg traf es sogar ein Schulkind so schwer, dass es auf der Intensivstation behandelt werden musste.

Das einzige, was nachweislich vor schweren Corona-Verläufen schützt, ist die Impfung, wie viele Experten immer wieder betonen. Das Risiko von Langzeitfolgen und Impfschäden ist zudem extrem gering, wie das Paul-Ehrlich-Institut jetzt bekannt gab. Doch noch immer sind 37,2 Prozent der Bevölkerung von Deutschland nicht geimpft (Stand 16. September). Um die Impfquote im Land weiter zu erhöhen, hat die Bundesregierung zuletzt eine Impfaktionswoche ins Leben gerufen. Für die junge werdende Mutter aus Dortmund kommt das leider zu spät. Aber vielleicht retten Maßnahmen wie diese noch viele Leben.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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