Mehrfache Brandstiftung

Feuerteufel in Dortmund: Gericht offenbart schockierende Details Brandserie

Feuerwehrleute der Feuerwehr Dortmund stehen am Dienstag (8. Oktober) in Lütgendortmund.
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In Dortmund-Lütgendortmund hat es am Dienstag (6. Oktober) zwei Brände in Wohnhäusern gegeben.

In Dortmund steht ein Mann vor Gericht, der in der Stadt mehrere Brände verursacht haben soll. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen.

Dortmund – Eine nicht enden wollende Brandserie in Dortmund hat die Polizei und Feuerwehr im vergangenen Jahr in Atem gehalten. Dem mutmaßlichen Brandstifter wird jetzt der Prozess gemacht, berichtet RUHR24*.

GerichtLandgericht Dortmund
SitzStadtbezirk Innenstadt-Ost
AdresseKaiserstraße 34, 44135 Dortmund

Schwere Brandstiftung und versuchter Mord: Mann aus Dortmund steht vor Gericht

Über ein Jahr lang haben mehrere Brände, versuchte Brandstiftungen und Diebstähle in Dortmund* für viel Unruhe gesorgt. Inwiefern die einzelnen Taten im Zeitraum von September 2019 bis Oktober 2020 zusammenhängen, soll nun vor Gericht geklärt werden. Ein 34-jähriger Tatverdächtiger wird unter anderem wegen schwerer Brandstiftung mit gefährlicher Körperverletzung sowie versuchten Mordes angeklagt.

Einen ersten Brand soll der mutmaßliche Täter am 23. September 2019 verursacht haben. Damals gab es in einer Kita im Dortmunder Stadtteil Lütgendortmund ein Feuer*. In einem Lagerraum der Kita waren Spielzeuge in Flammen aufgegangen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, da die Einrichtung geschlossen war, als das Feuer ausbrach.

Die Feuerwehr Dortmund war bei dem Kita-Brand im Einsatz.

Mehrere Brände in Dortmund: Frau kommt nach Feuer im Mai 2020 ins Krankenhaus

Weitere Straftaten soll der 34-Jährige Anfang des Jahres 2020 begangen haben (mehr Blaulicht-News aus Dortmund* auf RUHR24). Laut Anklageschrift soll er sowohl im Januar als auch im März für mehrere Brände – unter anderem in einem Mehrfamilienhaus sowie in einem Lkw in einem Dortmunder Gewerbegebiet verantwortlich gewesen sein. Dort habe der Mann außerdem zwei Ladekabel gestohlen.

Neben einem Feuer im Kellerraum eines Mehrfamilienhauses im Mai 2020, bei dem eine Frau eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte, soll der Beschuldigte im Juli und September für weitere Brände in mehreren Gartenlauben verantwortlich gemacht werden. Laut Staatsanwaltschaft brannten die Lauben damals völlig nieder und es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 15.000 Euro.

Feuerteufel von Dortmund plante die Brände ganz genau: Anklage wegen versuchten Mordes

Im Oktober 2020 soll der Feuerteufel dann gleich mehrfach in den Stadtteilen Lütgendortmund und Dortmund-Oespel* zugeschlagen haben. Am 6. Oktober kam es in zwei Mehrfamilienhäusern zu Bränden. Laut den Angaben der Polizei soll damals in beiden Fällen Gerümpel im Keller angezündet worden sein. Die Polizei leitete umgehend eine Ermittlung wegen Brandstiftung ein.

Wegen zwei weiterer Brände in diesem Monat wird der 34-jährige Mann unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt. Laut Anklageschrift soll er am 16. Oktober im Keller eines Dortmunder Mehrfamilienhauses Unrat angezündet haben*. Einige Tage zuvor hatte der Beschuldigte die Tat offenbar bereits genau geplant: So soll der Tatverdächtige die Rauchmelder im Flur des Hauses manipuliert haben.

Video: Welcher Feuerlöscher hilft bei welchem Brand? – Tipps zur Brandbekämpfung

„Zum Tatzeitpunkt schliefen die Hausbewohner in ihren jeweiligen Wohnungen und waren sich keiner Gefahr für ihr Leben bewusst. Der Angeschuldigte soll den Tod der Bewohner des Hauses unter bewusster Ausnutzung der durch ihn geschaffenen Situation zumindest billigend in Kauf genommen haben“, heißt es vonseiten der Dortmunder Staatsanwaltschaft. Die Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Feuers jedoch verhindern.

Brand in Dortmund: Beschuldigter soll Tod der Anwohner in Kauf genommen haben

In der Nacht zum 25. Oktober 2020 musste die Feuerwehr erneut zu einem Brand ausrücken. Dieses Mal brannte es im Keller eines Mehrfamilienhauses in Lütgendortmund*. Der Angeklagte soll damals ein Fahrrad in die Kellertür gestellt haben, damit der Rauch ungehindert in das Treppenhaus ziehen konnte. Dabei habe sogar „erhöhtes Gefährdungspotential bestanden“, weil es sich bei der Kellertreppe um eine Holztreppe handelte.

Oktober 2020: Wieder brannte es in einem Mehrfamilienhaus in Lütgendortmund.

Auch im Fall dieser Brandstiftung soll der 34-jährige Beschuldigte den Tod der Hausbewohner aufgrund seines geplanten Vorgehens ebenfalls in Kauf genommen haben. Eine Bewohnerin musste wegen einer Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

Feuerteufel steht ab dem 11. Mai in Dortmund vor Gericht

Aufgrund der Gefahr, der die Bewohner durch die Brände in den Mehrfamilienhäusern ausgesetzt waren, wird der Mann nicht „nur“ wegen schwerer Brandstiftung angeklagt. Ab dem 11. Mai (Dienstag) muss er sich vor dem Dortmunder Landgericht auch wegen zweifachen versuchten Mordes verantworten. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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