Zweiter Lockdown möglich

Dortmund droht Horror-Szenario: Polizeipräsident mit dringendem Appell an Corona-Sünder

Das Horror-Szenario Lockdown droht, warnt die Polizei Dortmund aktuell. Auslöser könnte eine kleine und ignorante Gruppe von Bürgern sein.

  • In Dortmund steigen die Corona-Fallzahlen seit ein paar Tagen wieder.
  • Die Polizei Dortmund ist in Gestalt von Chef Gregor Lange alarmiert.
  • Es sei vor allem eine Gruppe von Bürgern, die einen erneuten Lockdown provozieren könnte.

Dortmund - Der überwiegende Teil der Menschen in Dortmund hält sich an die Corona-Regeln. Es ist eine kleine Gruppe von Bürgern, die der Polizei derzeit Sorgen bereitet. Doch so klein diese Gruppe ist - sie könnte am Ende ausschlaggebend für einen möglichen zweiten Lockdown sein, berichtet RUHR24.de*.

Name

Gregor Lange

Position

Polizeipräsident von Dortmund

Geburtsjahr

1962

Geburtsort

Dortmund

Dortmund: Polizei-Chef lange mit drastischen Worten wegen Corona-Ignoranten

Nun wendet sich Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange mit drastischen Worten an die Bürger der Westfalenmetropole: "Leider gibt es aber auch unbelehrbare Mitbürger, die offenbar davon überzeugt sind, gegen das Virus resistent zu sein."

Damit meint der Polizei-Chef diejenigen Dortmunder, die meinen, das Virus nicht übertragen zu können, wenn sie sich ohne Abstand und ohne Masken in großen Gruppen in geschlossenen Räumen aufhalten und in den folgenden Tagen an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Dortmund: Corona-Fallzahlen steigen

Lange: "Dieses Verhalten ist respektlos. Es ist gefährlich und egoistisch. Es gefährdet Gesundheit und, wie wir alle doch wissen, auch das Leben."

Der Polizeipräsident von Dortmund, Gregor Lange, warnt aktuell vor einem erneuten Lockdown. Corona-Ignoranten könnten diesen provozieren (2)

Zur Erinnerung: Während die täglichen gemeldeten Corona-Fallzahlen von Mitte April bis Mitte Juni in Dortmund eher rückläufig waren, steigen sie seit Mitte Juni wieder. Als Corona-Hotspots hat die Stadt Dortmund zuletzt die Stadtbezirke Eving und Nordstadt* ausgemacht.

Dortmunds Polizeipräsident blickt mit Sorge auf Corona-Restart in Kitas und Schulen

Alarmierend: Am Dienstag (28. Juli) meldete das Gesundheitsamt von Dortmund 21 neue Corona-Fälle. So viele gab es zuletzt eher zu Beginn der Pandemie, im März und April  - mit Ausnahme eines Peaks am 27. Juni (22 Fälle).

Mit Sorge blickt Gregor Lange deshalb auch auf die Rückkehr zum Regelbetrieb in den Kitas und in den Schulen von Dortmund. Während am 12. August der Unterricht in den Schulen wieder startet, öffnen die Kitas in NRW im Regelbetrieb wieder am 17. August*.

Dortmund: Zweiter Corona-Lockdown droht bei Disziplinlosigkeit

Sollte die Zahl der Infektionen in Dortmund weiter steigen, befürchtet Dortmunds Polizeipräsident eine erneute Schließung der Einrichtungen. Was für tausende Eltern - und deren Kinder - eine Katastrophe wäre. Gregor Lange drückt es so aus: "Wir dürfen die mühsam erzielten Erfolge nicht mit Leichtsinn aufs Spiel setzen, denn ein zweiter Lockdown könnte schnell zu einem Knockout mutieren."

Mit Sorge blickt der Polizei-Chef aktuell auf unbelehrbare und oft aggressive Partygäste - zuletzt etwa auf einer Hochzeitsfeier. Es seien, so die Polizei, vor allem junge Menschen, die die Corona-Maßnahmen nicht respektierten. 

Polizei Dortmund zeigt Verständnis für Drang nach Normalität in Corona-Zeiten

Anfang Juni hatte es zum Beispiel eine Raver-Party auf dem früheren Hoesch-Gelände gegeben. Gregor Lange könne den Drang nach Normalität zwar verstehen, nicht aber, dass Abstände nicht eingehalten würden. "Es ist nicht allein die Polizei, die um Abstand bittet - es sind die aktuell steigenden Zahlen, die uns dazu ermahnen."

Um eine Ausbreitung des Coronavirus in Dortmund und damit das von einigen Experten als wahrscheinlich geltende Horror-Szenario zweite Corona-Welle und Lockdown zu verhindern, will die Polizei weiterhin konsequent gegen Corona-Verweigerer vorgehen. 

Polizei Dortmund: Corona-Appell an alle Bürger der Stadt

Die Botschaft der Polizei Dortmund an die Bürger der Stadt: "Wir sagen Danke all denen, die alles dafür tun, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Alle anderen, die Abstände nicht einhalten und auf Masken verzichten wollen, weil sie davon angenervt sind, sollten einmal darüber nachdenken, wie es ihnen ergeht, wenn sie selbst oder ein Familienangehöriger an ein Beatmungsgerät angeschlossen sind."*RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa, Collage: RUHR24.de

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