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Motorrad-Raser flüchtet über A45 und A2 vor Polizei - 250 km/h auf dem Tacho

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Von: Kristina Köller

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Eine Signalkelle der Polizei fordert zum Halt auf.
Eine Signalkelle der Polizei fordert zum Halt auf. © Daniel Bockwoldt/dpa

Viel zu schnell und mit riskanten Manövern ist ein Motorradfahrer über die A45 und die A2 vor der Polizei geflüchtet. Erst in Kamen/Bergkamen war die Raserei zu Ende.

Dortmund - Mit einem riskanten Fahrstil und weit überhöhter Geschwindigkeit flüchtete ein 24-jähriger Motorradfahrer am Sonntag, 17. Oktober, auf der A45 in Dortmund vor der Polizei. Die Flucht endete in Kamen.

Um 12.22 Uhr fiel der Honda-Fahrer aus Dortmund einem sogenannten Provida-Team der Autobahnpolizei auf. „Provida“ steht für „Professional Video Data“. Ein ziviler Pkw ist mit einer Videoanlage ausgestattet, die Raser und deren Tempo aufzeichnet.

Dortmund (NRW): Flucht über A45 und A2 bis nach Kamen

Der 24-Jährige steuerte seine Maschine laut Polizei zunächst über die Autobahn 45 in Richtung Oberhausen. Wo 80 km/h erlaubt waren, fuhr die Honda Fireblade deutlich zu schnell. Die Polizisten forderten den Fahrer mit Anhaltezeichen auf, sofort abzubremsen und stehenzubleiben.

Das ignorierte der zunächst unbekannte Fahrer. Er fuhr von der A45 auf die A2 in Richtung Hannover, verfolgt und gefilmt von der Polizei bei rund 250 km/h. Immer wieder wechselte er waghalsig die Spuren. Zum Überholen nutzte er auch den Seitenstreifen, wie die Polizei berichtet.

Dortmund (NRW): Polizei beendet Flucht von Raser an der A2

Die Beamten konnten den Motorradfahrer demnach auf der A2 herunterbremsen und anhalten. Auf einem Pendlerparkplatz bei Kamen/Bergkamen erklärten die Polizisten dem 24-Jährigen schließlich die Konsequenzen: Sie untersagten ihm das Führen von Kraftfahrzeugen. Sie stellten seinen Führerschein sicher. Sie ließen sein Motorrad abschleppen.

Der Dortmunder steht unter dem Verdacht, zum Erreichen einer höchstmöglichen Geschwindigkeit grob verkehrswidrig und rücksichtslos gefahren zu sein. Bei den inzwischen eingeleiteten Ermittlungen geht es um § 315 (Strafgesetzbuch).

Bei weiteren Kontrollen gegen Raser erwischte die Autobahnpolizei am Sonntag auf der A46 im Hochsauerlandkreis insgesamt 116 Fahrzeug-Führer. 89 fuhren zu schnell. In zehn Fällen sind Fahrverbote wahrscheinlich.

Mit mörderischem Tempo ist kürzlich auch ein PS-starkes Auto in Witten (NRW) der Polizei davon gerast. Am Steuer saß ausgerechnet ein Anwalt für Verkehrsrecht.

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