Dioxin in Eiern und Geflügel im Kreis Soest

Klingelingeling, wo ist der Eiermann?

DÜSSELDORF ▪ Der Verdacht hat sich bestätigt: In Eier- und Geflügelproben aus einem Betrieb im Kreis Soest wurden zum Teil deutlich erhöhte Dioxin-Belastungen nachgewiesen. In einem Fall lagen die Werte laut Chemischem und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe um das Vierfache über dem zulässigen Grenzwert 0,75 Nanogramm je Kilo. Dioxin gilt als krebserregend.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) reagierte am Donnerstag mit einer Ausweitung der Untersuchungen von Legehennen-Betrieben. Drei bislang betroffenen Ställe bleiben bis auf weiteres gesperrt. Ergebnisse aus dem Kreis Steinfurt werden für die nächsten Tage erwartet. „Verbraucher- und Gesundheitsschutz hat Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen“, sagte Remmel.

Verursacher ist mutmaßlich ein Mischfutterunternehmen in Niedersachsen, von dem Legehennen-Betriebe in den Kreisen Soest und Steinfurt ihr Futter bezogen. Nach bisherigen Erkenntnissen haben mindestens neun Mischfutterunternehmen in Hamburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, die Betriebe in ganz Deutschland beliefern, über mehrere Wochen mit Dioxin verunreinigte Fette (Futterzusatzstoffe) verarbeitet. ▪ dfb

Quelle: wa.de

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