Der richtige Umgang mit Röntgenstrahlen

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Röntgenaufnahmen sind für Ärzte wichtig, um eine Diagnose zu stellen. Da die Strahlung Risiken birgt, sollten Sie jedoch nicht zu oft davon Gebrauch machen.

Dank Röntgenstrahlen werden Erkrankungen schnell erkannt. Die rechtzeitige Behandlung rettet oft Leben, doch zu häufiges Röntgen kann die Gesundgeit gefährden. So behalten Sie den Überblick über das Risiko.

Für die Medizin sind Röntgenaufnahmen eine echte Errungenschaft. Sie gewähren dem Arzt einen Blick in den Körper, den das bloße Auge nicht leisten kann, und kommt zum Beispiel bei Knochenbrüchen, bei schwierigen Zahn-Operationen oder bei der Brustkrebs-Vorsorge zum Einsatz. Röntgenstrahlen durchdringen den Körper und zeigen Bilder vom Inneren des Körpers. Bei diesem Vorgang entstehen reaktive Teilchen, die Körperzellen zerstören und so dem Körper schaden können. Deshalb ist es wichtig, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt abwägen, ob der Nutzen des Röntgenbilds die möglichen Risiken tatsächlich überwiegt.

Mit dem Röntgenpass den Überblick behalten

Führen Sie am besten einen Röntgenpass mit sich, um zu verhindern, dass Sie den Röntgenstrahlen zu häufig ausgesetzt werden. Denn im internationalen Vergleich werden Patienten in Deutschland besonders häufig geröntgt. Den Pass erhalten Sie kostenlos über die Krankenkasse, beim Arzt oder beim Bundesamt für Strahlenschutz.

Nehmen Sie ihn regelmäßig mit zum Arzt, damit er seinen Zweck auch erfüllt. Dieser vermerkt dann die aktuellen Röntgenaufnahmen mit Datum, Art der Anwendung und Körperregion. Ältere Untersuchungen, in denen Röntgenstrahlen zum Einsatz kamen, werden auf Anfrage rückwirkend eingetragen. Wenn Sie bei unterschiedlichen Ärzten in Behandlung sind, fällt es so leichter, den Überblick zu behalten. Im besten Fall gelingt es, alte Aufnahmen aufzutreiben, die der Arzt anschließend mit neueren vergleicht und so zu einer fundierten Diagnose kommt.

Generell sollten Sie sich vom Arzt immer genau erläutern lassen, weshalb eine Röntgenaufnahme in Ihrem Fall nötig ist. So verhindern Sie, dass Sie unnötig oft durchleuchtet werden. Wenn Sie sich unsicher sind, holen Sie sich eine zweite Fachmeinung ein.

Computertomographie und ihre Alternative

Strahlungsintensiver als die Röntgenstrahlung beim klassischen Röntgen ist die der Computertomographie (CT). Hier wird eine Vielzahl von Röntgenaufnahmen gemacht, um den Körper in Schichten darzustellen und eine Volumenstruktur sichtbar zu machen. Die Strahlenbelastung kann mehr als 1000 Mal stärker als bei einer normalen Röntgenaufnahme sein und variiert je nach Gewebe des Patienten und nach zu untersuchendem Körperteil. Eine strahlungsfreie Alternative zum CT ist die Magnetresonanz-Tomographie (MRT), bei der mit einem Magnetfeld und Radiowellen gearbeitet wird. Da diese Untersuchung wesentlich kostenintensiver ist, übernehmen Krankenkassen hierfür nicht immer die Kosten.

Risiken von zu starker Röntgenstrahlung

Ab welcher Dosis Röntgenstrahlen eine schädliche Wirkung auf den Körper haben, lässt sich nicht sagen. In der Medizin wird deshalb kein Mindestwert genannt. Fest steht, dass wir ohnehin im Alltag der Strahlung, zum Beispiel aus dem Weltraum oder von radioaktiven Gesteinen, ausgesetzt sind und unser Körper dies verkraftet. Häufiges Röntgen kann unter anderem folgende Schäden verursachen:

  • Akute Strahlenschäden (z.B. Rötungen, Blasen auf der Haut; Schädigungen des Knochenmarks)
  • Durch Strahlen verursachte Spätschäden (Entstehung von Krebs; bei Schwangerschaft: Schädigung des Embryos; genetische Defekte)

Besondere Vorsicht ist bei Kindern und Schwangeren geboten. Ärzte prüfen bei ihnen sehr genau, ob eine Röntgenaufnahme erforderlich ist.

Quelle: wa.de

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