Denkmal Hermann wird zum Blitzezähler

DETMOLD - Das höchste Denkmal Deutschlands, der Hermann in Lippe, wird zum Blitzezähler. Am Montag wurde die Technik installiert, mit der im Besucherzentrum abgefragt werden kann, wie viele Blitze in die 53 Meter hoch aufragende Schwertspitze des Denkmals einschlagen und wie stark sie sind.

Das System soll eine Touristenattraktion sein. Außerdem will der Elektrozulieferer Phoenix Contact, der die Technik stellt, Erfahrungen mit dem System sammeln, wie eine Sprecherin des Unternehmens sagte.

"Durch das hochgereckte Schwert und seine exponierte Lage auf einem Hügel hat der Hermann eine große Anziehungskraft auf Blitze", sagte die Sprecherin. Die Technik wird zum Beispiel in Windräder eingebaut. "Neu ist die präzise Messung, welche Zerstörungskraft ein Blitz hat." Die Folgen von Blitzeinschlägen könnten so besser abgeschätzt werden. Damit entfalle mancher kostspielige Inspektionsflug zu Windrädern auf dem Land oder vor der Küste. Stammsitz der Firma ist das wenige Kilometer entfernte Blomberg.

Das 1875 fertiggestellte Hermannsdenkmal erinnert an den Cherusker Arminius und die Schlacht der Germanen gegen die Römer im Teutoburger Wald im Jahre 9. Die Figur ist mehr als 26 Meter hoch, mit Sockel über 53 Meter. Jährlich kommen eine halbe Million Besucher auf den 386 Meter hohen Teutberg. Statistisch gesehen könnten ein bis zwei Blitze pro Jahr den Hermann durchzucken, sagte die Sprecherin. Seit Anfang Juli seien die Sensoren schon installiert. Eingeschlagen hat es seitdem aber noch nicht. - lnw

Quelle: wa.de

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