Demonstrationen in Dortmund ohne Ausschreitungen

DORTMUND - Demonstrationen des rechten und linken Spektrums sind am Samstag in Dortmund ohne größe Zwischenfälle verlaufen. Es habe weder Verletzte noch Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit.

Es habe weder Verletzte noch Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit. Gewaltbereite Linke seien vom Aufmarsch fern gehalten worden. Versuche, Marschweg der Rechten zu behindern, seien frühzeitig verhindert worden. 500 Linke und 400 Rechte hatten sich an den Demonstrationen und Kundgebungen beteiligt. Vor mehr als einem halben Jahr war es in Dortmund bei einem größeren Aufmarsch zu Übergriffen von Linken gekommen.

Rund 500 Teilnehmer der linken Szene hatten sich unter dem Motto "Keine Ruhe für Nazischläger in Dorstfeld!" den Hauptwohnort der rechten Dortmunder Szene angesteuert. Auch dort kam es nicht zu Ausschreitungen. Eine spontane Kundgebung von 70 Neonazis am gleichen Ort unterband die Polizei.

Bereits in der Nacht hatte die Polizei bei Fahrzeug- und Personenkontrollen rund 50 Mitglieder der rechtsextremistischen Szene überprüft, die aus dem gesamten Bundesgebiet nach Dortmund anreisten.

Nach Jahren mit Großaufmärschen zählt Dortmund inzwischen zu einer Hochburg der nordrhein-westfälischen Neonazis. Zuletzt waren rund 1000 Rechte im September durch die Straßen gezogen. Dabei war es zu Übergriffen der gewaltbereiten linken Szene auf Polizisten gekommen, die den Aufzug abgesperrt hatte. Neonazis hatten ihrerseits bei früheren Aufmärschen für Unruhen gesorgt.

Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) sagte, die jährlichen Demonstrationen von Neonazis bedeuteten für die Stadt einen großen Imageschaden. Der neue Polizeipräsident Norbert Wesseler werde dafür sorgen, dass Dortmund kein Hort für Rechte werde. "Nach meinen Kenntnissen hat der Fahndungsdruck auf Neonazis zugenommen", sagte Schneider am Samstag. In mehreren bedrohten Städten wurden Polizei-Sondereinheiten gegründet, die gezielt gegen Rechts vorgehen sollen.

In den vergangenen Wochen hatte die Polizei in Dortmund bei Razzien Waffen sichergestellt und Mitglieder der rechten Szene festgenommen.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare