„Crash-Kurs NRW“ will Unfallzahlen senken

Von Miriam Brüser ▪ KÖLN Mit erschreckenden Unfallbildern und ergreifenden Augenzeugenberichten will die Landesregierung die hohen Unfallzahlen Jugendlicher im NRW-Straßenverkehr deutlich senken. „Crash-Kurs NRW“ heißt das bundesweit einmalige Unterrichtsprogramm, das gestern von Innenminister Ralf Jäger (SPD) und der Polizei gestartet wurde. „Es gibt drei Killer im Straßenverkehr“, so der Innenminister, „das sind Alkohol und Drogen, überhöhte Geschwindigkeit und – man kann es kaum glauben – Nichtanschnallen.“

In dem Programm, bei dem Schulen und Kreispolizeibehörden zusammenarbeiten, geht es darum, Jugendlichen die im Einzelfall tödlichen Konsequenzen von Fehlverhalten im Straßenverkehr vor Augen zu führen und ihr Verhalten hin zu mehr Verkehrssicherheit zu ändern.

„Das Projekt ist eine sehr emotionale Veranstaltung. Statistiken sind anonym, der Tod hat ein Gesicht“, erklärte der Minister Ralf Jäger.

Ziel der Landesregierung ist es, alle 160 000 Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 und 11 in NRW zu erreichen. Denn jedes Jahr sterben 100 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren auf den Straßen an Rhein und Weser. Der Anteil von jugendlichen Unfallverursachern ist überproportional hoch. Koordiniert wird das Projekt vom Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei, wissenschaftlich unterstützt wird es von der Kölner Universität. „Zug um Zug“ wolle man das Projekt jetzt ausweiten und in den Bereichen aller 49 Kreispolizeibehörden in NRW durchführen, sagte Minister Jäger.

Angeregt wurde „Crash-Kurs NRW“ durch eine ähnliche Aktion in der englischen Grafschaft Staffordshire – mit großem Erfolg im übrigen. Mit dem dortigen Projekt konnten die Unfallzahlen Jugendlicher um die Hälfte gesenkt werden.

Quelle: wa.de

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