Starker Anstieg

Coronavirus trifft Arbeitslosenzahl in NRW hart

Die Arbeitslosenzahl steigt so stark wie seit Februar 2005 nicht mehr. Gleichzeitig erreicht die Kurzarbeit Rekord-Niveau. Dennoch sieht die Arbeitsagentur nicht nur schwarz.

  • Das Coronavirus hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in NRW.
  • Die Arbeitslosenzahl steigt so stark wie seit Februar 2005 nicht mehr.
  • Die Kurzarbeit erreicht Rekord-Niveau.

Die Corona-Krise hat im April den Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen hart getroffen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg gegenüber dem Vormonat um fast 11 Prozent auf mehr als 718 000 Personen, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.

Gleichzeitig erreichte die Kurzarbeit infolge der Pandemie Rekord-Niveau. Seit Anfang März meldeten fast 152 000 Betriebe im bevölkerungsreichsten Bundesland ihre Pläne an, möglicherweise mehr als 2,1 Millionen Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken.

Der April habe damit in Nordrhein-Westfalen den stärksten Anstieg der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Monats seit dem Februar 2005 gebracht, sagte der Chef der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake.

Dennoch sei das Land nach wie vor weit entfernt von den hohen Arbeitslosenzahlen der Jahre 2005 bis 2010. Dies sei nicht zuletzt der Kurzarbeit zu verdanken.

Corona-Krise trifft Arbeitsmarkt in NRW hart: Zahl der offenen Stellen mehr als halbiert

Die eigentlich übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt sei in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausgeblieben, sagte Withake. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen habe sich im April gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert.

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Ihre Zahl sei mit rund 16 000 so niedrig "wie noch in keinem Monat zuvor". Die Zahl der Arbeitslosen, die eine neue Stelle angetreten hätten, sei gegenüber dem Vormonat um mehr als ein Drittel geschrumpft. Die Arbeitslosenquote stieg in NRW von 6,7 auf 7,4 Prozent.

Corona-Krise trifft Arbeitsmarkt in NRW hart: Auswirkungen auch auf dem Ausbildungsmarkt

Auch auf dem Ausbildungsmarkt in NRW hinterließen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie ihre Spuren. Landesweit wurden bis Ende April knapp 93 000 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren gut 8000 Lehrstellen weniger als vor einem Jahr.

Im gleichen Zeitraum meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit 93 360 Jugendliche mit Interesse an einem Ausbildungsplatz - knapp 12 000 junge Menschen weniger als vor einem Jahr. Aktuell würden jedoch viele Entscheidungen zur Besetzung freier Ausbildungsstellen mit Beginn Herbst 2020 verschoben, berichtete Withake.

dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa

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