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Coronavirus: Das müssen Sie zur Pandemie wissen

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Das Coronavirus hat sich rasant auf der ganzen Welt ausgebreitet. Noch immer sterben täglich Menschen an der Erkrankung Covid-19. Wissenswertes im Überblick.

Coronavirus: Was ist Covid-19, was ist Sars-CoV-2?

Den Anfang hat die Coronavirus-Pandemie in Asien genommen. Zum Jahreswechsel 2019/2020 gab es erstmals Berichte über eine mysteriöse Lungenerkrankung, die in der chinesischen Stadt Wuhan in der Provinz Hubei aufgetreten ist. Heute weiß man, dass der Ursprung des Virus Sars-CoV-2 auf einem dortigen Tiermarkt war. Unklar ist noch, wie es konkret von einem Tier auf den Mensch übertragen worden ist. Möglicherweise war es eine Fledermaus, die das Virus an ein Schuppentier übertragen hat. Innerhalb weniger Wochen breitete sich das Coronavirus weltweit aus. Mitte Januar wurde das Virus erstmals außerhalb Chinas entdeckt.

Corona-Testzentrum
Das Coronavirus hat die Welt seit Anfang 2020 im Griff. © David Inderlied/dpa

Wichtig ist der Unterschied der verschiedenen Begriffe:

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Der Name Coronavirus bezieht sich auf das Aussehen der Viren: Sie haben einen „Kranz“. Dafür steht das lateinische Wort „Corona“. So verursachen Coronaviren auch das „Schwere Akute Atemwegssyndroms“ (SARS, „Severe Acute Respiratory Sydrome“).

Coronavirus/Covid-19: Diese Symptome sind bei einer Infektion typisch

Die Symptome bei einer Erkrankung mit dem Coronavirus ähneln denen einer Grippe. Wer sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, leidet unter Halsschmerzen, Husten, Fieber  und Atembeschwerden. Die Krankheit, die vom Coronavirus ausgelöst wird, nennt sich Covid-19.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen wie Asthma, COPD, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden. Bei diesen Risikogruppen kann es bei einem schweren Verlauf zu einer Lungenentzündung kommen - doch auch Personen ohne Vorbelastung können schwer erkranken, wie sich seit Beginn der Pandemie in vielen Fällen gezeigt hat.

Symptome bei Covid-19
Fiebersehr häufig
Trockener Hustensehr häufig
Schlappheitsehr häufig
Kurzatmigkeithäufig
Halsschmerzenhäufig
Kopfschmerzenhäufig
Schüttelfrosthäufig
Übelkeit/Erbrechenmanchmal
Durchfallmanchmal

Coronavirus/Covid-19: Wie kommt es zur Ansteckung?

Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen - über Aerosole. In geschlossenen Räumen ist die Ansteckungsgefahr größer. Insbesondere Sprechen, Singen und lautes Lachen begünstigen die Verteilung von Aerosolen. Wenn Menschen sich in nicht ausreichend belüfteten Räumen aufhalten und nicht genügend Abstand zueinander halten, kommt es zu einer Anreicherung an Aerosolen.

Viele Menschen haben auch Angst, sich über Gegenstände wie Einkaufswagen zu infizieren. Ganz allgemein sind humane Coronaviren nicht besonders stabil auf trockenen Oberflächen. Studien konnten allerdings belegen, dass unter Laborbedingungen vermehrungsfähige Sars-Cov-2-Viren auf Flächen einige Zeit infektiös bleiben können. Im nahen Umfeld von Infizierten ist also nicht völlig auszuschließen, dass Oberflächen kontaminiert sind, heißt es seitens des Robert-Koch-Instituts.

Coronavirus/Covid-19: Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung, liegt laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) bei etwa fünf bis sechs Tagen. Möglich ist allerdings auch ein Zeitraum bis 14 Tagen. In einer Studie wurde festgestellt, dass vermehrungsfähige Viren noch vier Tage nach Beginn der Symptome im Rachen enthalten sind. Statistisch gesehen verlaufen 80 Prozent der Erkrankungen mild bis moderat, etwa 15 Prozent verlaufen schwer und fünf Prozent kritisch.

Coronavirus/Covid-19: Prävention - so schützt man sich

Prävention ist das A&O, um nicht an Covid-19 zu erkranken. Der wirksamste Schutz ist die Corona-Impfung. Seit dem 26. Dezember ist diese in Deutschland zugelassen. Es gibt vier Impfstoffe - von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Zunächst kam die Impfkampagne hierzulande schleppend in Fahrt, da es an Impfstoff mangelte. Inzwischen sind es eher Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, die für eine stagnierende Impfquote verantwortlich sind.

Zudem sind einige Verhaltensweisen elementar, um eine Ansteckung zu vermeiden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat diese zusammengestellt. Die Kurzfassung: Handhygiene, Husten- und Nies-Etikette, Abstand halten, Lüften - das sind die elementaren Punkte.

Absolute Grundregel bei der Prävention: Husten Sie immer in die Armbeuge, um keine Viren zu verbreiten. Die Tröpfcheninfektion ist der am weitesten verbreitete Infektionsweg nicht nur beim Coronavirus.
Absolute Grundregel bei der Prävention: Husten Sie immer in die Armbeuge, um keine Viren zu verbreiten. Die Tröpfcheninfektion ist der am weitesten verbreitete Infektionsweg nicht nur beim Coronavirus. © picture alliance/dpa

Gegen die Schmierinfektion: Waschen Sie Ihre Hände!

Coronavirus/Covid-19: Hilft Maskenpflicht vor einer Ansteckung?

Mittlerweile sind sich Experten auf der ganzen Welt einig: Eine Maske bietet in jedem Fall einen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Das gilt bereits für Masken aus Stoff. Sehr sicheren Schutz bieten FFP2-Masken. So gilt in Deutschland in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eine Maskenpflicht.

Coronavirus/Covid-19: Behandlung für leichte und schwere Fälle

Noch gibt es kein wirksames Medikament für die Behandlung von Covid-19. Das Arzneimittel Remdesivir hat eine bedingte Zulassung für die Behandlung von Erwachsenen. Remdesivir kann die Genesungszeit bei Erkrankten verkürzen. Ursprünglich war das Arzneimittel für die Behandlung von Ebola entwickelt worden.

So werden zurzeit - zumindest bei einem milden Corona-Verlauf - dieselben Methoden angewendet, die auch bei einer Grippe helfen:

Ausruhen und schlafen
Sich warm halten
Viel trinken
Luftbefeuchter benutzen
14 Tage zuhause bleiben, um niemanden anzustecken

In jedem Fall sollte Kontakt zu einem Arzt aufgenommen werden.

Bei einem schweren Verlauf droht speziell der Risikogruppe die Einweisung ins Krankenhaus. Im schlimmsten Fall müssen Patienten intubiert und künstlich beatmet werden.

Coronavirus/Covid-19: Erster Fall deutschlandweit in NRW

Der 25. Februar war das einschneidende Datum in NRW. An diesem Tag wurde bekannt, dass erstmals eine Person am Coronavirus erkrankt war. Bei einem 47 Jahre alten Mann aus Heinsberg war Covid-19 diagnostiziert worden. Der Familienvater leidet an einer Vorerkrankung und musste auf der Intensivstation beatmet werden. Auch seine Partnerin infizierte sich mit dem Virus Sars-CoV-2. Im Kreis Heinsberg stand seitdem das öffentliche Leben still. Schulen, Kindergärten und zahlreiche öffentliche Einrichtungen wurden geschlossen. Rasch bereitete sich das Virus im ganzen Bundesland aus. 

Im Kreis Heinsberg gab es in NRW den ersten Fall, bei dem sich ein Bürger mit dem Coronavirus  infiziert hat.
Im Kreis Heinsberg gab es in NRW den ersten Fall, bei dem sich ein Bürger mit dem Coronavirus  infiziert hat. © picture alliance/dpa

Zur Verbreitung trug entscheidend bei, dass der 47-Jährige, der bereits unter Grippesymptomen litt, an einer Karnevalsveranstaltung in Gangelt im Kreis Heinsberg teilgenommen hatte. Dort hatte der Mann Kontakt mit zahlreichen Menschen. Das Virus Sarc-CoV-2 verbreitete sich damit und immer mehr Menschen erkrankten an Covid-19.

Coronavirus/Covid-19: Große Einschränkungen im Alltagsleben

Das Coronavirus hat für die Menschen weltweit schwere Einschnitte bedeutet. Persönlich betroffen waren und sind Menschen, die sich infizierten und einen schweren Krankheitsverlauf durchlitten – viele plagen sich auch lange danach noch mit Long Covid. Zahlreiche Menschen verloren ihr Leben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Auch der Verlust eines Angehörigen oder Freundes ereilte demnach viele Menschen.

Die Einschränkungen, die das Coronavirus mit sich brachte, waren für lange Zeit erheblich. Das öffentliche Leben kam in fast allen Bereichen zum Erliegen. Öffentliche Einrichtungen, Freizeitangebote, Geschäfte und sogar Schulen waren wochenlang geschlossen.

Homeoffice hat die Arbeitswelt in vielen Bereichen nachhaltig verändert. Der Gang zum Testzentrum? Für viele war er wochenlang Alltag. Die Reisefreiheit war massiv eingeschränkt – sogar eine Übernachtung im Nachbarbundesland war zwischenzeitlich nicht erlaubt. Zahlreiche Länder der Welt gelten noch immer als Hochrisikogebiet.

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